Trotz Plagiatsvorwürfen

Schavan in München in Hochschulrat gewählt

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Annette Schavan ist trotz Plagiatsvorwürfen in den Hochschulrat der LMU in München gewählt worden.

München - Sie musste ihren Job als Bundesbildungsministerin aufgeben, weil sie angeblich in ihrer Doktorarbeit geschummelt haben soll. Jetzt hat Annette Schavan eine neue Aufgabe: Sie ist den Hochschulrat der LMU in München gewählt worden.

Die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist ungeachtet ihres nach Plagiatsvorwürfen entzogenen Doktortitels in den Hochschulrat der Ludwig-Maximilians Universität München gewählt worden. Die LMU bestätigte am Montag einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Der Senat habe einmütig zugestimmt, heißt es auch auf der Internetseite der Hochschule. Zuvor hatte das Wissenschaftsministerium grünes Licht gegeben.

Die „SZ“ schreibt weiter, es habe auch Vorbehalte gegen den Vorschlag von LMU-Präsident Bernd Huber gegeben. Dieser sagte jedoch der Zeitung: „Frau Schavan ist eine der erfahrensten Wissenschaftspolitikerinnen in Deutschland. Sie ist national und international vernetzt.“ Auf die Frage, ob er ein Problem darin sehe, dass Schavan der Doktortitel entzogen wurde, sagte er: „Das diskutiere ich in der Öffentlichkeit nicht.“ Es gebe ein laufendes Gerichtsverfahren.

Schavan war Anfang Februar 2013 als Bildungsministerin zurückgetreten, nachdem ihr die Universität Düsseldorf wegen Täuschung den Doktortitel aberkannt hatte. Schavan wies den Plagiatsvorwurf zurück und reichte gegen das Urteil der Hochschule Klage ein.

Mit der CDU-Politikerin war auch Prof. Hilbert von Löhneysen, Leiter des Instituts für Festkörperphysik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), in das Gremium gewählt worden.

dpa

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