"Tacheles" - ab heute

Schwarz-Grün tüftelt Hessen-Koalition aus

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CDU und Grüne haben die rhetorischen Schützengräben gegen einen Tagungsraum in einem Hotel ausgetauscht.

Wiesbaden - CDU und Grüne wollen in drei Wochen fertig sein mit dem Regierungsprogramm. Von allzu viel Pathos halten allerdings weder Volker Bouffier (CDU) noch Tarek Al-Wazir (Grüne) etwas. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Ob die Koalition historisch zu nennen sei, werde man am Ende sehen, meinte Al-Wazir gestern zum Auftakt der Verhandlungen im Wiesbadener Hotel Oranien, Bouffier bezeichnete sie allenfalls als ungewöhnlich: „Die Sache ist so, dass wir uns auf die Arbeit freuen“, meinte der Ministerpräsident. Von gegenseitigen Beschimpfungen aus dem Wahlkampf wollten sie nichts mehr wissen: Die Zeit, sich „in Schützengräben zu befeuern“ sei vorbei.

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Mit Blick auf Kritiker in den Reihen der grünen Wählerschaft, die über die sozialen Netzwerke beklagen, ihre Stimme verschenkt zu haben, erinnerte Al-Wazir an die zuletzt vorhandenen Optionen: Die Grünen müssten eine Regierungsbeteiligung wagen, um möglichst viele grüne Inhalte umzusetzen. Mit den Linken in einem rot-grün-roten Bündnis sei das unmöglich gewesen. Während die SPD sich zurückhielt - lesen Sie hierzu nebenstehenden Bericht - höhnten die Linken, Sozial- und Bildungsabbau sowie faule Kompromisse beim Flughafen seien für die Grünen mit der CDU nun möglich.

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P Für die CDU verhandeln Parteichef Volker Bouffier, seine Stellvertreter Franz Josef Jung (MdB), Umweltministerin Lucia Puttrich und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann sowie Finanzminister Thomas Schäfer, Generalsekretär Peter Beuth, Noch-Fraktionschef Christean Wagner und der parlamentarische Geschäftsführer Holger Bellino .

P Für die Grünen verhandeln die Parteichefs Tarek Al-Wazir und Kordula Schulz-Asche, Spitzenkandidatin Angela Dorn, Bettina Hoffmann (Schwalm-Eder), Hildegard Förster-Heldmann (Darmstadt) und der Friedrichsdorfer Bürgermeister Horst Burghardt (alle Vorstand) sowie der parlamentarische Geschäftsführer Mathias Wagner und Wahlkampfmanager Kai Klose.

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Quelle: op-online.de

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