Seehofer fordert schnelle Energiewende

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Horst Seehofer (CSU) sieht seine Partei als "Manager der Energiewende".

Berlin - CSU-Chef Horst Seehofer fürchtet weitere Wahlschlappen, sollte die Union nicht die richtigen Lehren aus der Atom-Katastrophe in Japan ziehen.

“Es wäre ein nicht wieder gut zu machender Fehler, wenn die Union den Bereich der Ökologie, wozu auch die Energieversorgung zählt, jetzt nicht stärker vorantreiben würde“, sagte der bayerische Ministerpräsident der “Welt am Sonntag“. “Wenn wir es nicht schaffen, dieses Kompetenzfeld dauerhaft glaubwürdig zu besetzen, dann verlieren wir den Charakter einer Volkspartei.“

Seehofer warnte seine Partei davor, von der inzwischen eingeleiteten Wende in Atompolitik wieder abzurücken: “Es gibt auch in meiner Partei einige Leute, die jetzt nach der Wahl gerne wieder alles rückgängig machen würden“, sagte er. “Aber das ist mit mir nicht zu machen.“ Kritiker des Atom-Moratoriums in den eigenen Reihen müssten wissen: “Auf Wortbruch steht die politische Höchststrafe.“

Man werde nicht die Politiker der Grünen kopieren, versicherte Seehofer. “Wir müssen schlicht unsere Aufgaben erledigen, die Energiewende schneller umsetzen und durch unser Handeln die ökologischen Erwartungen der Bevölkerung erfüllen. Die Grünen mögen sich als Ideologen des Ausstiegs stehen - wir sind die Manager der Energiewende“, sagte er.

dpa

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