Seehofer macht Tempo für Atomausstieg

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will ungeachtet von Widerständen in CDU und CSU möglichst schnell den Ausstieg aus der Atomenergie erreichen.

“Ich begrüße sehr, dass der bayerische Umweltminister Markus Söder hier Tempo macht“, sagte Seehofer am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk. “Das Atomzeitalter wird enden - es ist nur die Frage, in welcher Geschwindigkeit wir das erreichen.“ Widerstand gegen einen schnellen Abschied von der Kernkraft gibt es auch in der Berliner CSU-Landesgruppe. Seehofer kritisierte jedoch seinerseits die Gegner nicht.

“Je schneller wir den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen, desto kürzer sind die Laufzeiten“, erklärte Söder nach der Kabinettssitzung. Investitionen müssten vor allem in die Standortländer der Atomkraftwerke fließen. Es müsse alles unternommen werden, um die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Der Freistaat fordert vom Bund Sonderinvestitionsprogramme über rund sechs Milliarden Euro für erneuerbare Energien.

Die angekündigten Sicherheitsüberprüfungen der Kernkraftwerke sind nach Angaben Söders mittlerweile angelaufen. “Besonderes Augenmerk gilt möglichen Einwirkungen durch Erdbeben oder Hochwasser“, erklärte Söder. Zusätzlich wird der Frage des Schutzes gegen gezielte Angriffe von außen, einschließlich Flugzeugabstürze, nachgegangen.

dpa

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