Souvenir-Studie

Kommentar: Angebot und Nachfrage

Giftiges Plastikspielzeug, untaugliche Sonnenbrillen oder minderwertige T-Shirts - solange der Verbraucher diesen Schrott kauft, wird es ihn auch geben. Von Hans Willms

Mit der Veröffentlichung seiner aktuellen Untersuchung von Souvenirs hat der TÜV jetzt zwar zum wiederholten Male deutlich gemacht, wie viel Schund an den Promenaden übrigens auch deutscher Strände zu haben ist. Ändern aber wird sich dadurch wohl bis zur Reise im nächsten Jahr wieder nichts.

Ein Blick zurück auf die Untersuchungsergebnisse der vergangenen Jahre schließlich zeigt, dass ein Großteil der Mitbringsel eigentlich immer schon von miserabler Qualität war. Dass die Urlauber dennoch zugreifen, hat wohl unterschiedliche Gründe. Zum einen sitzt das Geld während der Ferienzeit häufig ohnehin ein bisschen lockerer, zum anderen gehört der Einkaufsbummel entlang der Strandpromenaden und Shoppingmeilen für die meisten Feriengäste einfach dazu.

Es wird nicht mehr ganz so genau hingeschaut

Und wenn der Nachwuchs dann quengelt, weil es ihm wieder einmal zu langweilig ist, kann ein niedliches Stofftier oder ein großer Gummiball schnell die Laune verbessern. Da wird dann im Zweifel auch nicht mehr ganz so genau hingeschaut.

Es ist richtig, dass der TÜV strengere Kontrollen anmahnt. Aber es ist nicht richtig, sich allein darauf zu verlassen. Denn im Grunde genommen hat es eben auch der Verbraucher selbst in der Hand. Das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt schließlich auch für den Souvenir-Schrott. Bleibt das Zeug unangerührt liegen, verschwindet es über kurz oder lang auch aus den Regalen.

Quelle: op-online.de

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