EU sperrt afghanische Flugzeuge aus

Frankfurt/Main - Die Europäische Union wird ein generelles Einflugverbot für afghanische Flugzeuge verhängen, weil eine Luftsicherheitsaufsicht in dem Land fehlt.

Dies teilte die private afghanische Fluggesellschaft Safi Airways am Montag mit. Hintergrund sei, dass die Behörden in Kabul bislang keine zivile Luftsicherheitsaufsicht nach internationalen Standards aufgebaut hätten. Das Verbot solle bereits ab Mittwoch gelten. Die EU führt eine ganze Liste von Fluggesellschaften, die keine Erlaubnis hat, in Mitgliedsstaaten zu fliegen. Betroffen sind unter anderem Gesellschaften aus mehreren afrikanischen Staaten.

Safi Airways kritisierte, dass die Regierung in Kabul trotz der seit Monaten vorliegenden Aufforderung durch die Europäische Kommission keine Maßnahmen zur Problemlösung ergriffen habe. Safi Airways will den Linienverkehr von Frankfurt nach Kabul mit Flugzeugen, die in Europa registriert sind, fortsetzen. Safi Airways fliegt zweimal die Woche von Kabul nach Frankfurt.

Der afghanische Nationalcarrier Ariana Afghan Airlines verbindet Kabul und Frankfurt dreimal die Woche. Auch dort hieß es, die Flüge würden weiterhin stattfinden. Ob es sich dabei um Flugzeuge mit Registrierung in Afghanistan oder Europa handelte, wollte ein Mitarbeiter im Frankfurter Büro der Gesellschaft nicht sagen. Der deutsche Marktführer Lufthansa fliegt derzeit nicht nach Kabul. Es gebe derzeit keine konkrete Planung für eine Afghanistan- Verbindung, allerdings beobachte man den Markt, sagte ein Sprecher.

dpa

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