Sarkozy und die Roma

Die Stirn bieten

Das hat sich Nicolas Sarkozy sicherlich ganz anders vorgestellt. Mit der glaubhaften Androhung eines Vertragsverletzungsverfahrens hatte die EU-Kommission ja schon die schärfste Waffe gezogen, über die sie verfügt. Nun kommt heftige Kritik am Umgang Frankreichs mit den Roma auch aus dem Kreis der EU- Staats- und Regierungschefs. Gott sei Dank! Frankreichs Präsidenten wird mit großer Entschiedenheit die Stirn geboten. Von Peter Schulte-Holtey

Diejenigen, die von einer Schande sprechen, haben überhaupt nicht überzogen. Frankreich hat gezielt Menschen wegen ihrer ethnischen Herkunft verfolgt. So populär und umfragewirksam erschien Sarkozy und der Regierung die Abschiebung der Roma, dass darüber jeder Maßstab und jeder Anstand verloren ging. Es müsste doch eigentlich jeden entsetzen, dass mitten in Europa Menschen nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit ausgewiesen werden.

@ peter.schulte-holtey@op-online.de

Quelle: op-online.de

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