Talk-Moderator Kerner verteidigt Guttenberg

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Der Talk-Moderator Johannes B. Kerner hat Kritik an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurückgewiesen.

Berlin - Der Talk-Moderator Johannes B. Kerner hat Kritik an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurückgewiesen. Mit welchem Argument er den Vorwurf der Selbstinszenierung ausräumen will:

Die Opposition hatte Guttenberg Selbstinszenierung und Eigen-PR vorgeworfen. “In der Talkshow geht es um die Sache - auch um unangenehme Fragen. Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten zum Beispiel“, sagte Kerner, den Guttenberg zur Aufzeichnung seiner Fernsehsendung mit nach Afghanistan genommen hatte der “Bild“-Zeitung (Mittwoch). Der Bundeswehreinsatz habe keine Lobby. Viele Menschen wüssten nicht, was die Bundeswehr in Afghanistan leiste. “Vielleicht helfen wir mit unserer Sendung in diesem Bereich ein bisschen nach“, sagte Kerner.

Truppenbesuch: Zu Guttenberg mit Ehefrau Stephanie in Afghanistan

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Auch den Besuch des Ministers und seiner Frau Stephanie verteidigte der Moderator. “Mein Eindruck war, dass die Soldaten sich gefreut haben - über die Anerkennung ihrer gefährlichen Arbeit. Der Verteidigungsminister, so wirkt es auf mich, ist dort unten sehr beliebt. Gerade weil er für Aufmerksamkeit sorgt.“ Zwei Soldatinnen hätten ihm gegenüber begrüßt, dass die Ministergattin mitkam.

Viel Rückendeckung für Guttenbergs Afghanistanreise

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ebenfalls gegen Kritik an dessen Afghanistanreise verteidigt.

Böhmer hatte Guttenberg auf der Reise begleitet. “Diese Kritik kommt von Leuten, die noch nie selbst in Afghanistan waren und das Los der Soldaten eher aus der warmen Stube betrachten“, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwoch). “Ich habe von Ego-Show bloß in der Zeitung gelesen, ich habe sie nicht als solche empfunden.“

“Im Übrigen sind auch viele Soldatinnen dabei“, sagte Böhmer. “Und ich habe schon beobachtet, dass Frau zu Guttenberg sich gerade beim Mittagessen immer wieder an einen anderen Tisch gesetzt hat und dort sehr herzlich empfangen wurde. Es gibt auch offensichtlich Probleme, die Frauen lieber untereinander bereden. Insofern hatte ich den Eindruck, dass das sehr wohlwollend aufgenommen wurde.“

dpa

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