Umfrage: Bürger halten Finanzwelt für unbelehrbar

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Alle Beteuerungen zum Trotz: In den Augen der meisten Deutschen machen die Finanzexperten nach der Krise von 2009 genauso weiter wie vorher.

Stuttgart - Wenn Finanzexperten behaupten, sie hätten aus der Krise ihre Lehren gezogen, nimmt ihnen das kaum jemand ab. Eine große Mehrheit der Deutschen sieht keine Anzeichen dafür, dass die Finanzwelt aus der Krise gelernt hat.

Darüber hinaus glauben die meisten Bürger (64 Prozent), die Politik habe nicht die Sachkunde, die Strategien der Banker überhaupt zu durchschauen. Das sind zwei Ergebnisse einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Universität Hohenheim und der ING Diba AG unter 1000 Befragten.

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Vor allem viele Ältere sind skeptisch gegenüber der Politik, die sich eher nach den Interessen der Finanzwelt als denen der Steuerzahler ausrichte. “Mit leeren Floskeln wie “alternativlos“ oder mit “Basta-Politik“ lässt sich die Bevölkerung immer weniger Sand in die Augen streuen“, sagte Claudia Mast, Professorin für Kommunikationswissenschaft der Universität.

dpa

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