Bürger unzufrieden: Miese Noten für Bundestag

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Bei den Bürgern bekommt die Arbeit der Abgeordneten im Bundestag schlechte Noten - nur 24 Prozent der Befragten bei einer aktuellen Erhebung gaben an, dass sie Vertrauen haben in die Arbeit der Parlamentarier.

Berlin - Der Bundestag hat laut einer Forsa-Umfrage ein miserables Ansehen. Was die Bürger bei der Arbeit der Berliner Parlamentarier besonders krisieren:

66 Prozent der Befragten glauben, dass die Abgeordneten ihre Arbeit nicht so tun, wie sie es eigentlich sollten. Lediglich 24 Prozent haben Vertrauen in ihre Arbeit.

Wie aus der Erhebung im Auftrag des Magazins “Stern“ weiter hervorgeht, sehen die Bürger den starken Druck von Interessengruppen auf das Parlament besonders kritisch. Nach dem Eindruck von 75 Prozent üben Lobbyisten zu viel Einfluss auf Entscheidungen aus; 16 Prozent glauben das nicht.

Nach Ansicht der Bürger sollten Abgeordnete auch wesentlich unabhängiger von ihrer Partei und Fraktion abstimmen. 77 Prozent sind der Auffassung, ein Abgeordneter solle generell nur seinem Gewissen folgen und von der Linie seiner Partei abweichen dürfen.

Generell sind viele an der politischen Auseinandersetzung interessiert: 40 Prozent sagen, sie schauten sich hin und wieder Bundestagsdebatten im Fernsehen an. Verärgert sind sie über die oft mangelnde Präsenz im Parlament. 75 Prozent wünschen, dass bei Sitzungen das Plenum stärker besetzt ist.

dpa

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