Umfrage zur Wählergunst in Sachsen-Anhalt

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Das Bild zeigt die Spitzenkandidaten der Parteien zur bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 20 März 2011: Oben (v.l.) Jens Bullerjahn (SPD), Veit Wolpert (FDP); unten (v.l.) Wulf Gallert (Die Linke) und Reiner Haseloff (CDU).

Mainz/Magdeburg - Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutet sich jüngsten Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Linkspartei mit Auswirkungen auf die Koalitionsbildung an.

Gut eine Woche vor der Wahl kommen die beiden Parteien in einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das “ZDF-Politbarometer“ mit jeweils 24 Prozent auf Platz zwei. Demnach wäre eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition möglich, denkbar ist nun aber auch ein rot-rotes Bündnis unter Führung der SPD, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage hervorgeht.

Deutlich stärkste Kraft wird aller Voraussicht nach wieder die CDU.

Wer in welchem Bundesland regiert

Wer in welchem Bundesland regiert

Die Christdemokraten liegen derzeit bei 32 Prozent. Laut aktuellen Zahlen von Infratest dimap erreicht die Union 33 Prozent. Spannend wird es bei den kleineren Parteien: In beiden Umfragen liegen FDP, Grüne und die rechtsextreme NPD im Bereich der Fünf-Prozent-Hürde. Laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen von Infratest dimap kommen die Grünen derzeit auf 5,5 Prozent, die FDP auf 4,5 Prozent und die NPD auf 5 Prozent. Im “ZDF-Politbarometer“ liegen alle drei Parteien gleichauf bei 5 Prozent.

Die SPD hatte in den Umfragen monatelang teils deutlich hinter der Linkspartei gelegen, zuletzt aber nach und nach aufgeholt. Im Herbst 2010 betrug der Rückstand der Sozialdemokraten auf die Linke noch neun Prozentpunkte. Die SPD ist ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf gegangen. Ausgeschlossen hat sie allerdings eine Rolle als Juniorpartner in einem Bündnis mit der Linkspartei.

dpa

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