Nach Eklat

Umstrittener Makler tritt aus Luckes Alfa-Partei aus

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Flüchtlinge warten am 21.10.2015 in Berlin auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge.

Berlin - Der Berliner Immobilienmakler Uwe Fenner, der Wohnungseigentümern wegen einer benachbarten Anlaufstelle für Flüchtlinge dringend zum Verkauf ihrer Immobilien geraten hat, zieht Konsequenzen aus seiner umstrittenen Aktion.

Fenner trat am Donnerstag als Vize-Vorsitzender des Berliner Landesverbandes der „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa) zurück und zog sich ganz aus der neuen Partei von Ex-AfD-Chef Bernd Lucke zurück. Ein entsprechendes Rücktrittsangebot sei angenommen worden, teilte der Vorstand des erst vor zwei Wochen gegründeten Berliner Alfa-Landesverbandes mit.

Fenner habe sich beim Berliner Vorstand für sein Verhalten entschuldigt und seinen Parteiaustritt angekündigt. Dies sei vom Vorstand begrüßt worden. Fenner habe „durch sein Verhalten“ dem Berliner Landesverband von Alfa Schaden zugefügt. „Unakzeptables Gebaren“ im Geschäftsumfeld habe natürlich auch auf die Partei Auswirkung. „Alfa“ hatte sich in diesem Jahr unter Führung Luckes bundesweit von der „Alternative für Deutschland“ (AfD) abgespalten - auch wegen des Streits um rechte Tendenzen in der AfD.

Fenner hatte als Vertreter der Firma „Stadt & Raum“ in einem Rundbrief Wohnungseigentümern an der Berliner Bundesallee dringend zum Verkauf ihrer Immobilie geraten - wegen einer Anlaufstelle für Flüchtlinge in der Nachbarschaft und des dadurch zu erwartenden Wertverlustes. Von Branchenvertretern wurde er dafür hart kritisiert.

dpa

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