Stressreport

Kommentar: Verantwortung übernehmen

Auf dem Schreibtisch stapeln sich die Akten, das E-Mail-Fach quillt über, die Liste „unerledigt“ wird immer länger und der Chef fragt ständig nach dem Stand der Dinge. Irgendwann wächst einem alles über den Kopf. Von Peter Schulte-Holtey

Die knappe Freizeit reicht dann auch nicht mehr aus, um sich vom Stress und Zeitdruck bei der Arbeit zu erholen. Im schlimmsten Fall endet das Ganze mit einem Burnout. Die stetig wachsende Zahl der Betroffenen und die gestern vorgelegten Ergebnisse des „Stressreport“ unterstreichen den Handlungsbedarf.

Eine Debatte darüber, wie der Stress verringert werden kann, ist überfällig. Dabei sollte aber eines klar sein: Von der Politik verordnete Anti-Stress-Regeln helfen nicht weiter, wenn der Chef versagt. So sollte zum Beispiel in Betrieben festgelegt werden, zu welchen Uhrzeiten ein Mitarbeiter erreichbar sein muss und wann er dafür einen Ruheausgleich bekommt. Mit freiwilligen Vereinbarungen zwischen Arbeitsnehmern und Arbeitgebern könnte viel erreicht werden. So boxte beispielsweise der VW-Betriebsrat eine „Blackberry-Pause“ nach Feierabend durch.

Aber auch die Beschäftigten sollten mehr Verantwortung übernehmen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, sich zu entlasten - durch Selbstdisziplin und die Anerkennung der eigenen Leistungsgrenzen.

Quelle: op-online.de

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