Energiesparlampen

Vermeidbares Risiko

Verbrauchersicherheit und Umweltschutz sind eigentlich nicht gegeneinander aufzuwiegen. Beides ist notwendig und richtig. Im Zweifel jedoch geht die Gesundheit von Schwangeren und kleinen Kindern vor. Von Ralf Enders

Deshalb darf es über Produktsicherheit keine zwei Meinungen geben: Quecksilberhaltige Energiesparlampen, die nicht bruchsicher sind, gehören verboten.

Gewiss, früher gab es Quecksilber-Thermometer, und wir sind auch groß geworden. Bloß: Man hatte eins davon, und das Ding hing draußen an der Hauswand. Ein schlichter Alltagsgegenstand aber wie eine Lampe, von dem es dutzende in einem Haushalt gibt und der zudem selbst bei gebotener Vorsicht leicht zerbricht, darf kein giftiges Schwermetall freisetzen. Genau dies geschieht aber, gehen Energiesparlampen zu Bruch. Über Belastungs-Richtwerte lässt sich streiten, aber fest steht: Hier wird ohne Not die Gesundheit der Verbraucher riskiert.

Der Verdacht liegt nahe, dass die Industrie ihre Verkaufszahlen und die Politik ihre ehrgeizigen Umweltschutzziele dem Verbraucherschutz vorgezogen haben. Bis zu 80 Prozent weniger Energie verbrauchen Energiesparlampen gegenüber Glühbirnen. Imposant, aber nur mit sicheren Produkten: Energiesparlampen, die ohne Quecksilber und/oder bruchsicher sind. Oder LED-Lampen, die (noch) extrem teuer sind. Schließlich werden die Bürger ja auch mit Verordnungen zu Heizungsemissionen oder Umweltplaketten fürs Auto gegängelt.

Industrie und Politik sind gefordert, das Problem schnell zu lösen, denn ab dem 1. September 2011 wird auch die Standard-Glühbirne mit 60 Watt ausgeschaltet.

Quelle: op-online.de

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