Patientenberater mit vielen Fragen konfrontiert

Verwirrung nach Aus für die Praxisgebühr

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Die Zeiten der Praxisgebühr sind vorbei. Viele Patienten sind verwirrt.

Offenbach - Nach dem Wegfall der Praxisgebühr sind viele Versicherte verunsichert: „Es wenden sich auch Ratsuchende an uns, die durch die neue Regelung irritiert sind“, sagte Anne Katrin Olischläger von der Beratungsstelle Gießen der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland.

Verbreitet sei vor allem die Annahme, dass sich mit dem Entfallen der Gebühr der individuelle Gesamtbetrag für Zuzahlungen verringert habe. Olischläger: „Das ist ein Irrtum. “ Für die Grenze der Zuzahlungen gilt auch 2013: Die Höhe der jährlichen Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent des Bruttoeinkommens, für chronisch Kranke bei einem Prozent. Die Zuzahlungen sind fällig für verschreibungspflichtige Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, stationäre Behandlung, Fahrtkosten und häusliche Krankenpflege. Bis Ende letzten Jahres konnte man außerdem die bezahlten Praxisgebühren geltend machen. Wer regelmäßig hohe Zuzahlungen hat, kann diese bis zu seiner Belastungsgrenze im Voraus bezahlen und muss so nicht alle Quittungen sammeln und bei der Krankenkasse einreichen.

Auch nach dem Wegfall der Praxisgebühr sind Überweisungen vom Hausarzt zum Facharzt sinnvoll. Zwar sei der Facharztbesuch bis auf wenige Ausnahmen ohne Überweisung möglich, heißt es. Aber der Hausarzt behalte besser den Überblick und könne die Behandlung entsprechend ausrichten.

psh

Quelle: op-online.de

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