USA weiten Strafmaßnahmen gegen Nordkorea aus

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Zwei nordkoreanische Soldaten (r) beobachten mit einem Fernglas einen südkoreanischen Soldaten (l) an der innerkoreanischen Grenze in der demilitarisierten Zone bei Panmunjom.

Washington - Die USA haben ihre Sanktionen gegen Nordkorea ausgeweitet. Welche neuen Strafmaßnahmen Washington gegen das kommunistische Land beschlossen hat:

Die USA wollen mit neuen wirtschaftlichen Sanktionen die Daumenschrauben bei Nordkorea anziehen. Die zusätzlichen Sanktionen richteten sich sowohl gegen das Atomprogramm des kommunistischen Landes, als auch gegen eine “große Bandbreite“ illegaler Machenschaften wie beispielsweise Waffen- und Geldschmuggel sowie Geldfälschung, wie das US-Finanzministerium am Montag in Washington mitteilte. Nach Überschwemmungen in Nordkorea bot Südkorea am Dienstag dem Nachbarland ungeachtet der innerkoreanischen Spannungen erneut Hilfe an.

Betroffen von der Anordnung neuer Sanktionen sind vier Einzelpersonen, drei Firmen sowie fünf staatliche Stellen in Nordkorea. Verbunden sind damit unter anderem das Einfrieren von Vermögen in den USA und ein Verbot von Geschäftsverbindungen. Die US-Regierung wirft dem Regime in Pjöngjang zudem Verstrickung in Geldwäsche, Fälschung von Währungen und Markenartikeln sowie Drogenhandel vor.

Das ist Nordkorea

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US-Außenministerin Hillary Clinton hatte bereits im Juli eine Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea angekündigt. Sie seien Teil der Maßnahmen, um das Land an der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen zu hindern. Ziel sei es, illegale Aktivitäten des Regimes zur Finanzierung seiner Waffenprogramme zu stoppen und “weitere Provokationen zu verhindern“.

Die neuen Sanktionen sind eine Reaktion auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes. Südkorea und die USA machen Nordkorea für den Zwischenfall verantwortlich, bei dem Ende März 46 Seeleute getötet wurden. Nordkorea weist jede Schuldzuweisung von sich und droht mit harten Maßnahmen im Falle neuer Sanktionen.

Außerdem planen die US-Streitkräfte ein neues gemeinsames Seemanöver mit südkoreanischen Einheiten, um an Nordkorea ein abschreckendes Signal zu senden. Die neuen Übungen zur U-Boot-Abwehr sollen am kommenden Sonntag vor der Westküste Südkoreas beginnen und fünf Tage dauern, wie südkoreanische Medien am Dienstag berichteten.

Der südkoreanische Rot-Kreuz-Verband wolle an Nordkorea Nahrungsmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter im Wert von zehn Milliarden Won (etwa 6,6 Millionen Euro) liefern, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Der Verband habe Nordkorea über das Angebot direkt informiert.

Die staatlichen Medien in Nordkorea hatten vor etwa einer Woche berichtet, wegen Überflutungen im Grenzgebiet zu China hätten Tausende von Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen. Angaben über Tote gab es nicht. Das Rote Kreuz in Südkorea hatte bereits in der vergangenen Woche grundsätzlich Soforthilfe angeboten. Es ist das erste derartige Angebot Südkoreas, seitdem sich die Spannungen wegen des Schiffsuntergangs verschärft haben.

dpa

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