Westliche Botschaften schließen

Anschläge?  Weltweite US-Reisewarnung

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Bleibt einige Tage geschlossen: Die deutsche Botschaft in Jemen.

Berlin - Westliche Staaten schließen Botschaften in Nahost - aus Angst vor Terror. Wie konkret die Gefahr ist, bleibt im Dunkeln. Eine US-Reisewarnung gilt weltweit.

Aus Angst vor Terroranschlägen der Al-Kaida und anderer Organisationen schließen mehrere westliche Länder am Wochenende vorrübergehend Botschaften im Nahen Osten. Die USA gaben am Freitag wegen erhöhter Terrorgefahr eine weltweite Reisewarnung heraus und kündigten an, 21 Botschaften und Konsulate in Nahost am Sonntag nicht zu öffnen.

Nach Angaben des US-Außenministeriums gibt es Hinweise, dass Al-Kaida oder befreundete Terrororganisationen Anschläge planten. Besonders gefährdet seien der Nahe Osten, Nordafrika sowie die arabische Halbinsel. Die Gefahr bestehe bis Ende August. Terroristen könnten besonders US-Ziele ins Visier nehmen, aber auch den öffentliche Verkehr oder touristische Infrastruktur. Das State Department wies ausdrücklich darauf hin, dass Al-Kaida in der Vergangenheit Flugzeuge, Züge und U-Bahnen sowie Schiffe angegriffen habe.

Eine derartige weltweite Reisewarnung („Travel Alert“) gilt als außergewöhnlich: Ansonsten warnt das State Department in aller Regel vor Reisen in bestimmte Länder. Ein „Travel Alert“ gilt als eine kurzfristige, ein „Travel Warning“ als langfristige Warnung. Konkrete Hinweise aus Anschläge gab es allerdings nicht.

Das Auswärtige Amt in Berlin veränderte seine Sicherheitshinweise für deutsche Staatsbürger zunächst nicht. Die Sicherheitsvorkehrungen für die deutschen Botschaften würden permanent der aktuellen Sicherheitslage angepasst, sagte der Sprecher am Abend. „Wir stehen dazu in engem Kontakt zu unseren Verbündeten.“

Experten meinen, dass die erhöhte Terrorgefahr mit dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan zusammenhänge. Zudem nähere sich das Datum des 11. September, an dem 2001 bei den Terrorangriffen in New York und Washington rund 3000 Menschen starben. Vor einem Jahr wurden bei einem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi vier US-Diplomaten getötet.

dpa

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