2. Bundesliga: Lilien vor schwieriger Aufgabe in Dresden

SV Darmstadt 98 fühlt sich gut aufgestellt

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SVD-Trainer Dirk Schuster freut sich auf Dresden.

Darmstadt - Ziemlich genau vor einem Jahr, auch Ende September, trat der SV Darmstadt 98 in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Dynamo Dresden an. 3:3 endete das rasante Spiel, damals am Böllenfalltor ausgetragen. Von Daniel Schmitt

Es war für lange Zeit die mehr oder minder letzte Begegnung, bei der es für die Lilien so lief, wie es sich der gerade aus der Bundesliga abgestiegene Klub vorgestellt hatte. Was folgte, waren Niederlagen en masse, das Abrutschen in den Tabellenkeller, im Winter die Trennung von Trainer Torsten Frings, die Rückkehr von Coach Dirk Schuster, die mühsame Rettung am letzten Spieltag.

Ein Jahr später, wieder mit einer Partie gegen Dresden vor der Brust – diesmal allerdings in Sachsen (Samstag 13 Uhr) -, fühlen sich die Lilien deutlich besser aufgestellt, um zu einer soliden Größe der 2. Liga zu werden. Zum einen auf dem Platz. Da hat der Trainer eine Mannschaft zusammengeschustert, die sich sehen lassen kann. Sicher kein logischer Aufstiegskandidat, dafür mangelt es hier und da an spielerischer Raffinesse, aber doch qualitativ gut genug besetzt, um eine sorgenfreie Saison zu verbringen. Zehn Punkte aus fünf Spielen sprechen für sich.

Zum anderen auch abseits des Rasens. Da gaben die Darmstädter Anfang dieser Woche eine personelle Verstärkung bekannt, für die sie sich lange Zeit gelassen hatten: die Verpflichtung des neuen Sportkoordinators Carsten Wehlmann, die sich vor allem mittel- und langfristig auszahlen soll. Wehlmann, 46 Jahre alt, einst selbst Profitorhüter, später zwei Jahre für die Professionalisierung der Liga in Katar zuständig und zuletzt neun Jahre als Chefscout bei Holstein Kiel beschäftigt, ist ohne Zweifel ein Fußballfachmann.

Erstmals mit dabei ist er am Samstag in Dresden. Im ersten von drei Spielen binnen sechs Tagen will Trainer Dirk Schuster, zugegeben wenig überraschend, „punktemäßig etwas mitnehmen“. Das werde aber sehr schwierig, sagt er und begründet diese Einschätzung mit seinen Beobachtungen am Dienstag. Da schaute Schuster ganz genau hin, als Dynamo dem Bundesligaabsteiger Hamburger SV beim 0:1 im Nachholspiel alles abverlangte.

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