28-Jähriger spricht von "Verleumdungskampagne"

Ben-Hatira verteidigt Engagement für umstrittene Hilfsorganisation

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Darmstadt - Bundesliga-Profi Änis Ben-Hatira vom SV Darmstadt 98 hat sich erneut zu seinem Engagement für eine umstrittene islamische Hilfsorganisation bekannt und seinen Kritiker unter den Fans des eigenen Vereins "eine Verleumdungskampagne gegen mich" vorgeworfen.

"Schämt ihr euch nicht für solche Aktionen? Denkt ihr wirklich, ich lasse mich dadurch einschüchtern?", schreibt der in Berlin geborene tunesische Nationalspieler auf seiner Facebook-Seite. Er sei jemand, "der sich sozial einbringt und vor allem für Völkerverständigung steht, also für die Gleichbehandlung zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe, Ethnien oder Glaubensrichtungen kämpft", erklärt Ben-Hatira weiter. "Von irgendwelchen radikalen Aktivitäten" sei bei den von ihm unterstützten Projekten nie etwas zu sehen gewesen. "Alles absoluter Quatsch."

Darmstädter Fans und auch Politiker kritisieren den 28-Jährigen massiv, weil er für die Organisation Ansaar International wirbt, die nach einem Bericht des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes "fest mit der deutschen Salafisten-Szene verwoben" ist. Beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach wurde am Samstag im Stadion ein Flugblatt verteilt, in dem ein Fan-Bündnis Ben-Hatira dazu auffordert, sich von der Organisation zu distanzieren.

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