Neue Chance bei Darmstadt 98

Rückkehrer Yannick Stark: „Es gibt hier keine Stinkstiefel“

+
Auf der Doppel-Sechs fühlt er sich am wohlsten: Yannick Stark (rechts, im Testspiel gegen Vysocina Jihlava) hinterließ in der Vorbereitung einen guten Eindruck.

Darmstadt - Aller guten Dinge sind drei, heißt es für Yannick Stark. Für den gebürtigen Darmstädter ist die erneute Rückkehr zu den „Lilien“ mit großen Hoffnungen verbunden. In der 2. Liga will der 28-Jährige den Durchbruch schaffen und sich einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld erkämpfen. Von Jens Dörr

„Ich fühle mich fit und wohl.“ Mit diesen Worten eröffnet Yannick Stark, Rückkehrer bei Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98, das Gespräch. Was auch mit der guten Stimmung in der Mannschaft zusammenhänge: „Hier im Trainingslager lernt man sich noch besser kennen als zuhause, vor allem auch abseits des Platzes. Es ist kein Stinkstiefel dabei“, betont der Ex-Juniorenspieler des SC Hassia Dieburg. Von der Vorbereitung auf dem Rasen schwärmte Stark im Vergleich zu seinem letztjährigen Arbeitgeber, dem damaligen Drittligisten FSV Frankfurt, beinahe: „Hier herrscht ein viel höheres Niveau, sowohl von den Einzelspielern her als auch in der Kaderbreite. Das ist gerade für mich als Spieler, der aus einer unteren Spielklasse kommt, sehr wichtig.“ So manche Kollegen haben bei ihm wegen ihrer Fähigkeiten besonderen Eindruck hinterlassen: „Etwa Orrin (McKinze Gaines) mit seinem Antritt und Kevin (Großkreutz) mit seiner Erfahrung“, zählt Stark auf.

Hinter jenen Teamkollegen, für die es in der jüngeren Vergangenheit mit regelmäßigen Einsätzen in der 1. oder 2. Bundesliga geklappt hatte, versteckt sich der 26-Jährige nicht: In den bisherigen Testspielen sowie in den Einheiten des Trainingslagers machte er einen starken Eindruck. „Die 2. Liga ist ja kein Neuland für mich. Ich hatte gehofft, dass ich in Darmstadt wieder die Chance bekomme.“ Es ist seine dritte am Böllenfalltor: Beim ersten Gastspiel zählte er zu den Aufstiegshelden des Regionalliga-Teams, dass im Schlussspurt der Saison unter Trainer Kosta Runjaic in die 3. Liga marschierte. Das zweite Intermezzo unter Dirk Schuster, der Stark von 1860 München zurückgeholt hatte, blieb erfolglos. Nach der einjährigen Leihe an den FSV Frankfurt – Norbert Meier setzte auf andere Spieler – spürt er nun wieder das Vertrauen der sportlichen Leitung: „Der Trainer tritt mir gegenüber unvoreingenommen auf. Mal gucken, was dabei herum kommt.“

Darmstadt verabschiedet sich ordentlich aus der Bundesliga: Bilder

Ziemlich klar zeichnet sich ab, dass Frings den zweikampfstarken Mittelfeldspieler auf der Doppel-Sechs des Zweitligisten sieht. „Das ist meine gewohnte und angestammte Position“, sagt Stark. Ob er die Aufgabe eher offensiv oder defensiv interpretiere, hänge von seinem Partner ab: „Ich bin da unkompliziert.“ Mit Blick auf die Rolle, die der SVD in der neuen Spielzeit innehaben könnte, meint der Rückkehrer: „Wir sollten gewarnt sein - das Negativbeispiel Paderborn wurde oft genug besprochen.“ Jedes Spiel in Liga zwei werde „hart und eng, die Liga ist sehr ausgeglichen. Es gibt keine Topfavoriten wie in der vergangenen Saison Stuttgart und Hannover. Und auch die Aufsteiger, die euphorisiert in die Liga kommen, sind immer gefährlich.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare