Fußballerisch darben die Lilien seit Monaten

Kommentar: Der Trend sprach gegen Schuster

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Dirk Schuster, Wundertrainer von einst, ist von Darmstadt 98 beurlaubt worden.

Und wieder muss der Trainer gehen. Auch den Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 ist angesichts der negativen Entwicklung nichts anderes eingefallen als die branchenübliche Reaktion. Von Jörg Moll

Wohl wissend, dass es mit einem neuen Übungsleiter, der keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung dieses Kaders hatte, keine Garantie auf Besserung gibt.

Doch andererseits haben die Darmstädter erkannt, dass der Trend klar gegen den Wundertrainer von einst spricht: Dirk Schuster, mit dem SV 98 von der 3. Liga bis in die Bundesliga gestürmt, gelang es nicht mehr, das Team zu entwickeln. Fußballerisch darben die Lilien seit Monaten. Nur ein Sieg aus zehn Spielen liefern wenig Argumente. Ohne Schusters Verdienste hätte der Klub womöglich viel früher reagiert.

In Carsten Wehlmann (früher Chefscout bei Holstein Kiel) hat der Verein sportliche Kompetenz hinzugewonnen. Der neue Sportdirektor muss nun einen Kaltstart meistern. Er muss einen Trainer finden, der den Lilien zu neuer Blüte verhilft - und darf sich keinen Fehlgriff erlauben.

Bilder: Lilien schießen späten Ausgleich

Denn klar ist: Einen Abstieg kann sich der Verein, der gerade ein neues Stadion baut, kaum leisten. Die Kosten sind in der 3. Liga ungleich schwerer zu stemmen als im deutschen Fußball-Unterhaus, in dem TV-Einnahmen einen gravierenden Anteil am Etat ausmachen.

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