„Lilien“-Präsident wirft Eintracht Arroganz vor

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Hans Kessler

Darmstadt - Zur TS Ober-Roden geht Hans Kessler (61) zum Entspannen. Der Präsident des Fußball-Drittligisten SV Darmstadt 98 nutzt den Verein, dem er seit 25 Jahren angehört als „Rückzugsgebiet“. Von Jens Dörr

Die „Lilien“ haben dagegen in der jüngeren Vergangenheit unruhige Zeiten erlebt, 2008 drohte die Insolvenz. Inzwischen steht der SV 98 wirtschaftlich wieder auf festem Boden und sportlich so gut da wie seit 1993 nicht mehr. Im Interview spricht Kessler über die Euphorie, die neue Drittliga-Saison, Kickers Offenbach, Eintracht Frankfurt und das Fliegenfischen.

Herr Kessler, der Drei-Jahres-Plan, der die Rückkehr in die 3. Liga zum Ziel hatte, wurde bereits im ersten Jahr umgesetzt. Hatten Sie ernsthaft damit gerechnet, dass es so schnell klappen könnte?
Den Aufstieg zum jetzigen Zeitpunkt hatte niemand auf dem Plan. Das war die Summe verschiedener Sachen. Als richtig hat sich erwiesen, dass wir gegen Ende der Saison 2009/10 mit Kosta Runjaic einen Trainer aus der zweiten Reihe geholt haben. Wir wollten einen Trainer, der in die erste Reihe möchte und in Darmstadt keine Geschichte hat.
Als Saisonziel wurde ein Platz im Mittelfeld ausgegeben. Wie sicher sind Sie, dass es kein einjähriges Intermezzo wird?
Ich bin mir sehr sicher, dass wir die Klasse halten. Wir haben die Kerntruppe aus dem Vorjahr behalten, die viel Euphorie mitbringt. Zudem sind das junge, hungrige Spieler, die noch nicht alles erlebt haben. Solche haben wir überwiegend auch neu verpflichtet. Da liegen man in der Regel immer richtig. Wenn wir dagegen sogenannte Kracher angeboten bekommen, dreht sich bei mir alles um.

Abdelaziz Ahanfouf, der in der Winterpause kam und nun wieder fort ist, war ein solch vermeintlicher Kracher, hat aber enttäuscht…

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