Trainer Schuster entspannt nach Leipzig

Außenseiter mit viel Herzblut

Dirk Schuster
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Dirk Schuster

Darmstadt - Seit dem Amtsantritt von Trainer Dirk Schuster im Dezember 2012 entwickelt sich der SV Darmstadt 98 auf sportlicher Ebene weiter. Seit Beginn dieser Runde starten die 98er durch.

Vor dem Drittliga-Gipfel bei RB Leipzig sprach unser Mitarbeiter Jens Dörr mit dem Darmstädter Trainer.

Herr Schuster, das 1:0 gegen Wacker Burghausen am vergangenen Samstag war das wohl schwächste Spiel des SV 98 in diesem Jahr. wie bewerten Sie dieses Spiel vor dem Verfolgerduell in Leipzig?
Wir dürfen keine Schönfärberei betreiben - aufgrund der Schlussphase war der Sieg etwas glücklich. Dieses Quäntchen Glück, das wir derzeit haben, hat aber nur der Fleißige. Wir arbeiten jede Woche hart dafür. So sind wir in unseren Leistungen sehr konstant geworden - hier sehe ich eine klare Entwicklung der Mannschaft. Das ist unser Fundament.
Nun geht es nach Leipzig. Ein besonderes Spiel - macht die Mannschaft vorher auch etwas Besonderes?
Wir bleiben in unserem Alltagsgeschäft drin. Wir trainieren nach Plan, reisen am Freitag nach Leipzig und absolvieren dort unser Abschlusstraining.
Rein tabellarisch treffen zwei gleichwertige Teams aufeinander. Unter welchen Vorzeichen steht das Spitzenspiel für Sie?
Insgesamt ist die Partie eine zwischen David und Goliath. Leipzig hat eine geballte Ladung an fußballerischer Qualität und wirtschaftlicher Kraft. RB hat vor der Saison Ablösesummen gezahlt, während wir nur ablösefreie Spieler holen. Bei Auswärtsfahrten versuchen wir, Geld bei der Auswahl des Hotels zu sparen, während Leipzig ein Trainingszentrum für 30 Millionen baut. Ganz klar, wir sind der Außenseiter mit viel Herzblut, Leipzig der Verein, der in die 1. Liga will. Doch egal, wie das Spiel ausgeht: Es sind danach noch neun Punkte zu vergeben - eine Entscheidung im Kampf um Platz zwei fällt also noch nicht.
Obgleich aus erfreulichen Gründen: Schon wieder wissen Sie nicht, für welche Liga Sie planen sollen. Eine schwierige Situation?
Wir gehen die Sache ganz entspannt an. Auch nach einer eventuelle Relegation im Mai werden noch viele gute Spieler auf dem Markt sein. Natürlich haben wir aber schon jetzt die Augen offen. Außerdem ist es nicht so, dass die Spieler, deren Verträge wir bislang nicht verlängert haben, keine Chancen mehr hätten.

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