Amanatidis schon wieder am Ball

Frankfurt - (sp) Mit 19 Spielern fuhr die Frankfurter Eintracht gestern zum Spiel gegen Bayer Leverkusen nach Düsseldorf. Aus der aktuellen Trainingsgruppe blieben nur die beiden Verteidiger Christoph Spycher und Alexander Krük zu Hause. Spycher braucht nach seiner Knieoperation noch einige Zeit, um den Anschluss zu finden, und Krük wird am Sonntag in der U 23 gegen Waldhof Mannheim spielen.

Wer gegen Bayer auf der linken äußeren Position in der Viererkette spielen wird, ließ Trainer Friedhelm Funkel weiter offen. Mit Nikola Petkovic, Benjamin Köhler, Patrick Ochs und Sebastian Jung gibt es nach wie vor vier Kandidaten.

Unter den Zuschauern wird auch Ioannis Amanatidis sein. Der 27 Jahre alte Kapitän der Eintracht will vor Ort den Kollegen die Daumen drücken. „Warum sollte uns nicht eine Überraschung gelingen?“, sagt Amanatidis, „letztes Jahr haben wir auch in Leverkusen gewonnen.“ Es seien schließlich keine „grünen Jungs“, die das Eintracht-Trikot tragen, „sondern viele erfahrene Spieler.“ Amanatidis zählt die Kollegen Chris, Ochs, Fink, Inamoto, Korkmaz, Meier oder Fenin auf. Die Probleme würden neben den verletzungsbedingten Ausfällen im mentalen Bereich liegen. „Viele der Jungs haben zu viel mit sich selbst zu tun“, sagt der griechische Nationalspieler, „deshalb sind sie nicht in der Lage, mal einen Nebenmann an die Hand zu nehmen.“

In absehbarer Zeit will Amanatidis dies wieder selbst übernehmen. Längst hat er nach seiner schweren Knieoperation vom 2. November, als ein Knorpelschaden behoben wurde, wieder das Lauftraining aufgenommen. „Ich habe auch schon gegen den Ball getreten“, sagt Amanatidis und hofft, im Laufe der kommenden beiden Wochen wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren zu können. Der beste Eintracht-Stürmer der letzten Jahre hält es für möglich, dass er Ende April wieder spielen könnte.

So könnte demnächst vielleicht doch noch der Frankfurter „Griechen-Sturm“ gemeinsam auflaufen. Denn auch Nikos Liberopoulos will nach seinem Zehenbruch nächste Woche wieder ins Training einsteigen.

Nach Cheftrainer Funkel haben sich auch Armin Reutershahn und Torwarttrainer Andreas Menger auf ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit geeinigt. Menger hat den Vertrag bereits unterzeichnet, Assistent Reutershahn wird dies nächste Woche tun.

Eintracht:Pröll - Ochs, Russ, Bellaid, Petkovic - Fink, Chris - Steinhöfer, Meier, Köhler - Fenin - Bank: Zimmermann; Mahdavikia, Jung, Bajramovic, Inamoto, Korkmaz, Kweuke, Caio

Quelle: op-online.de

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