Bender bald an der Spitze bei Eintracht

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Fast 17 Jahre lang stand Wilhelm Bender an der Spitze der Fraport AG. Nun soll er als neuer Aufsichtsratschef in den kommenden fünf Jahren die Geschicke der Frankfurter Eintracht lenken.

Frankfurt ‐  Wilhelm Bender soll als neuer Aufsichtsratschef in den nächsten fünf Jahren die Geschicke des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt lenken.

Der langjährige Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport AG stellt sich am 29. Juni auf der Hauptversammlung der Eintracht Frankfurt Fußball AG zur Wahl als Nachfolger von Herbert Becker, der nach sieben Jahren aus dem Amt scheidet.

„Wir haben im Aktionärskreis die Grundsatzentscheidung getroffen, nicht über unsere Verhältnisse zu leben. Wir wollen nicht an den Kapitalmarkt gehen und Geld leihen, das wir in den kommenden 20 Jahren abzahlen müssen“, sagte Aufsichtsratsmitglied Axel Hellmann.

Hellmann wird wie Eintracht-Präsident Peter Fischer und Vizepräsident Dieter Burkert vom Verein, der mit rund 70 Prozent der Anteile Hauptaktionär der Fußball AG ist, erneut in das neunköpfige Gremium entsandt. Zur Wiederwahl stellen sich Reinhard Gödel und Achim Vandreike. Wie Becker, der die Eintracht seit seiner Amtsübernahme 2003 in ruhige Fahrwasser gelenkt hatte, werden auch Bernd Ehinger, Andreas Mechler und Hans Hermann Reschke dem Aufsichtsrat künftig nicht mehr angehören. Die vakanten Plätze sollen durch Philip Holzer, Claudio Montanini und Dietmar Schmid besetzt werden.

Suche nach einen Linksverteidiger hat Priorität

„Es steht mir nicht zu, Personalien des Aufsichtsrates zu kommentieren. Aber es ist angenehm, wenn man sich kennt. Ich habe mit Herrn Bender in seiner Zeit als Fraport-Chef zwei, drei Vertragsverlängerungen gemacht“, sagte Vorstands-Chef Heribert Bruchhagen, der gemeinsam mit Trainer Michael Skibbe an der Planung für die kommende Saison bastelt. Priorität hat weiter die Suche nach einen Linksverteidiger, der den abgewanderten Schweizer Kapitän Christoph Spycher ersetzen soll. „Wir haben ein paar Spuren aufgetan. Ich hoffe, dass wir bis zum Trainingsauftakt fündig geworden sind“, meinte Skibbe. Immerhin steht bei der Suche ein gewisser finanzieller Spielraum zur Verfügung. „Wir können 1,2 Million Euro zahlen, vielleicht auch 1,5 - aber keine fünf Millionen“, erklärte Bruchhagen.

dpa

Quelle: op-online.de

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