Bessere Spieler, bessere Bilanz

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Der Adler fliegt derzeit weit oben in der Liga. Laut Trainer Michael Skibbe soll das auch so bleiben.

Frankfurt -  „Jetzt wollen wir uns oben festbeißen“, sagt Michael Skibbe, „wir können mit den großen Vereinen mithalten und wollen das gegen den HSV bestätigen.“ Von Josef Schmitt

Der neue Trainer der Frankfurter Eintracht ist ein guter „Verkäufer“ in eigener Sache und im Sinne des Vereins. Er geht die Sache offensiver an als sein Vorgänger Friedhelm Funkel. Aber ist die Eintracht wirklich besser geworden? Und wenn ja, warum? Auf welchen Positionen hat es Steigerungen gegeben?

Platz vier nach fünf Spieltagen, neun Punkte, zwei Auswärtssiege, wie Hamburg und Leverkusen noch immer ungeschlagen - die Zahlen sprechen für die „neue Eintracht“. Skibbe hat bisher halten können, was er vor der Saison versprochen hat. Die sportliche Bilanz stimmt. Wenn auch der versprochene Offensivfußball bisher nur in Ansätzen zu sehen war. In Bremen war das eine Halbzeit gelungen, gegen Dortmund in der Schlussphase, in Freiburg in den Anfangsminuten. Die restlichen Spielzeiten hat die Eintracht genauso vorsichtig gespielt wie in den letzten Jahren, gestützt auf einen guten Torwart Oka Nikolov und eine solide Abwehr.

In der Viererkette hat Skibbe eine gravierende Änderung vorgenommen. Er hat Aleksandar Vasoski „reaktiviert“ und der dankt es ihm mit soliden Leistungen. Marco Russ hat zu guter Form zurückgefunden, Christoph Spycher spielt gut wie selten. Und selbst die durchaus umstrittene Entscheidung, anstelle des gesperrten Patrick Ochs nicht das Talent Sebastian Jung zu bringen, sondern den gelernten Innenverteidiger Maik Franz hat sich ausgezahlt. Der neue Trainer hat Mut bewiesen und in diesem Fall alles richtig gemacht.

Das Mittelfeld hat Skibbe mit Teber, Chris, Caio (inzwischen wieder draußen), Schwegler und Bajramovic komplett neu zusammengestellt. Alex Meier hat Skibbe in den Sturm gestellt, auch weil Martin Fenin seit einiger Zeit fehlt. Und mit Ioannis Amanatidis ist der beste Angreifer zurückgekehrt. Nach dem Auftaktsieg in Bremen hat Skibbe auf die personelle Situation hingewiesen. „Mit Chris, Spycher und Amanatidis können wir anders spielen als im letzten Jahr mein Vorgänger, der diese Spieler oft nicht zur Verfügung hatte“, hatte Skibbe gesagt. Das war fair und richtig.

Soll heißen: Die Mannschaft ist besser, weil wieder bessere Spieler da sind. Da trifft zweifellos zu, auch weil sich Pirmin Schwegler, von Skibbe aus Leverkusen geholt, als echte Verstärkung herausgestellt hat.

Quelle: op-online.de

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