Caio wird zur Vollzeitkraft

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Hat sich durchgesetzt und wird noch besser: Caio

Frankfurt (sp) ‐ Gut zwei Jahre spielt Caio schon für die Frankfurter Eintracht. Im Januar 2008 wurde er für rund vier Millionen Euro von Palmeiras Sao Paulo geholt, es war der teuerste Transfer in der Geschichte der Eintracht.

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Der ehemalige Trainer Friedhelm Funkel war in seinem letzten Jahr unter anderem auch daran gescheitert, dass er den inzwischen 23 Jahre alten Brasilianer nicht ins Laufen gebracht hatte. Auch unter Funkels Nachfolger Michael Skibbe schien Caio über unregelmäßige Einsätze nicht hinaus zu kommen. Seit dem 2:1-Sieg der Eintracht in Bochum aber gibt es neue Hoffnung, dass sich die hohe Investition doch auf Dauer rechnen könnte. „Wir haben ja immer geahnt, was Caio kann“, hat der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen gesagt, „jetzt sehen wir es auf dem Platz.“

Gegen Bayern München war der Brasilianer gut, in Bochum war er sehr gut. Und Caio hat mit einem prächtigen Weitschuss auch das entscheidende Tor erzielt. Caio César Alves dos Santos, so der vollständige Name des talentierten Mittelfeldspielers, hat seit Jahresbeginn einen weiteren Schritt auf seiner persönlichen Entwicklungsleiter genommen. „Er hat eine gute Technik, er geht schnell ins Tempodribbling und er hat einen guten Schuss“, sagt Trainer Michael Skibbe. Das alles war bekannt.

„Umschaltverhalten“ müsse besser werden

Neu bei Caio ist, dass er sich läuferisch verbessert hat, dass er Zweikämpfe führt und gewinnt und dass seine Pausen seltener werden. Vom „Pummelchen“ Caio, dem Spieler, der keine Laktat-Tests schafft und mit Übergewicht aus dem Urlaub zurückkehrt, ist keine Rede mehr. „Er ist ein guter Junge“, schwärmt Michael Skibbe, „und er ist immer noch ein junger Spieler.“

Auch in der vergangenen Saison hat Caio mit einem Weitschuss ein Spiel für die Eintracht entschieden, damals beim 1:0 in Karlsruhe. Doch es war ein schönes Intermezzo geblieben. Jetzt aber sieht es so aus, dass aus dem Teilzeitarbeiter doch eine Vollzeitkraft werden könnte. „Caio entwickelt sich noch, er wird noch besser“, prophezeit Skibbe, „aber er muss auch noch viel lernen.“ Das so genannte „Umschaltverhalten“ müsse besser werden, bevor er den Rückwärtsgang einlege, sei häufig die „Schrecksekunde“ noch zu lang, bemängelt der Trainer. Auch Michael Skibbe hatte noch vor einem halben Jahr Zweifel, ob Caio wirklich das Zeug zu einem echten Klassespieler hat, jetzt sind diese Zweifel geringer geworden.

Quelle: op-online.de

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