Bei Chris ist Geduld nötig

Frankfurt - Gestern Vormittag ist Friedhelm Funkel der Kragen geplatzt. Aufgebracht hat der Trainer der Frankfurter Eintracht mitten im Kreis seiner Spieler losgelegt.

Frankfurt (sp) - „Ich war deutlich und aggressiv“, hat er später zugegeben. Es sind noch immer die beiden Gegentore bei der 1:2-Niederlage in Berlin, die den Trainer aufregen. „Wir waren viel zu brav“, schimpfte Funkel. Zehn Minuten hat die lautstarke, gestenreiche Ansprache gedauert, ziemlich ungewöhnlich für den sonst so ruhigen Fußball-Lehrer.

29 Gegentore in den 17 Spielen hatten Funkel schon nach der Hinrunde mächtig geärgert. Deshalb sollte der Hebel in der Wintervorbereitung bei der Defensivarbeit angesetzt werden. Mit der Rückkehr von Chris Hening ins Abwehrzentrum schien die personelle Situation vielversprechend. Doch dann hat die Mannschaft genau die gleichen Fehler gemacht wie in der ersten Serie. „Wir hatten uns vorgenommen, nicht mehr so leicht Gegentore zuzulassen“, sagt Funkel, „und doch ist es wieder passiert. Deshalb war ich sauer“.

Doch Funkel will nicht jetzt schon personelle Konsequenzen ziehen, also beispielsweise Aleksandar Vasoski oder Habib Bellaid schon beim Heimspiel gegen Köln Chris und Russ vorzuziehen. Gerade beim Brasilianer Chris, der vier Monate wegen einer schweren Schulterverletzung gefehlt hat, sei Geduld gefragt. „Er muss seinen Spielrhythmus erst wieder finden“, sagt der Trainer und hofft, dass Chris schon gegen Köln so spielt, wie es seiner Leistungsfähigkeit entspricht.

Quelle: op-online.de

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