Aufsteiger überwintert auf Champions-League-Platz

„Das ist der absolute Wahnsinn“

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Der Frankfurter Takashi Inui lässt sich von zwei Wolfsburgern (Fagner/links und Josue ) nicht aufhalten.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht hat ihr außergewöhnliches Jahr mit einer weiteren außergewöhnlichen Leistung gekrönt. Nach dem 2:0 (2:0)-Sieg beim VfL Wolfsburg überwintert der Aufsteiger auf einem Champions-League-Platz. Von Peppi Schmitt

„Dreißig Punkte, das ist der absolute Wahnsinn“, sagte Kapitän Pirmin Schwegler. „Ich bin hochzufrieden“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen, „es war einfach toll, was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben.“ Was genauso für die Hinrunde wie für die Begegnung in Wolfsburg gilt. Der Baumeister des Erfolgs blieb da vergleichsweise sachlich. Die „gute Halbserie“ drücke sich nicht nur in den Punkten aus, sagte Trainer Armin Veh, „sondern vor allem in der Art und Weise, wie wir gespielt haben.“

Damit war die Partie früh entschieden, denn die Wolfsburger hatten sich durch den Platzverweis von Josue selbst geschwächt. Der Brasilianer hatte Olivier Occean mit der Sohle in den Unterleib getreten.

In Überzahl konnten die Frankfurter dann über weite Phasen ihren ausgeprägten Spieltrieb nach Herzenslust ausleben. „Da haben wir aber nicht energisch genug aufs dritte Tor gespielt“, sagte Kapitän Schwegler, „das ist vielleicht der einzige kleine Kritikpunkt.“

Bilder vom Spiel gegen Wolfsburg

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Die knapp 3000 mitgereisten Fans sangen glückselig vom „Europacup im nächsten Jahr“. Aber da ist ja auch noch der Trainer. Der spricht weiter aus Überzeugung vom Ziel Klassenerhalt. In der Trainerkabine hänge seit Saisonbeginn ein großes Blatt Papier mit der Zahl 40, erzählt er. „Man muss sich treu bleiben“, sagt Veh, „jetzt fehlen noch zehn Punkte“. Dann könne die Eintracht weiter nach oben blicken und am großen Traum, dem internationalen Geschäft arbeiten. Was aber wohl noch wichtiger für die Zukunft des Klubs ist: Dann ist Veh bereit über eine Vertragsverlängerung zu sprechen.

Gestern kamen Gerüchte auf, Veh könnte wegen seiner Freundschaft zu Manager Horst Heldt, mit dem er in Stuttgart die Meisterschaft gefeiert hatte, für die neue Saison ein Kandidat auf Schalke sein. „Warum sollte er nach Schalke gehen?“, antwortete Eintracht-Boss Bruchhagen, „er ist bei uns der absolute Chef, hat viele gute junge Spieler und außerdem stehen wir ja auch vor Schalke.“ Im Januar oder Februar würde es Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben. Und da ist Bruchhagen absolut optimistisch. „Es spricht alles dafür, dass er bei uns bleibt.“

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Quelle: op-online.de

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