Empörung über nicht gegebenen Elfmeter

„Der kann froh sein, dass wir gewonnen haben“

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Leno gegen Meier. Kein Elfmeter entschied Schiedrichter Kinhöfer.

Frankfurt (sp) - 26.500 Zuschauer haben aufgeschrien: Elfmeter! Leverkusens Torwart Bernd Leno hatte Frankfurts Alexander Meier am Fuß getroffen, als dieser den Ball schon über ihn hinweg gespielt hatte. Die Rote Karte wäre zwingend gewesen, der Strafstoß sowieso.

Das sah auch der ehemalige Weltschiedsrichter Markus Merk so. „Natürlich ist das Elfmeter und Rote Karte, weil man davon ausgeht, dass er den Ball noch erreichen kann. “ Doch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer gab Abschlag für Leverkusen.

Die Eintracht-Verantwortlichen waren außer sich. Vorstandschef Heribert Bruchhagen war aus der Loge bis an den Spielfeldrand gestürmt und hatte seine Sicht der Dinge dem vierten Offiziellen lautstark mitgeteilt. Bruchhagen hatte sich noch lange nach dem Spiel nicht beruhigt. „Es wäre deprimierend gewesen, wenn die Mannschaft um die Früchte ihrer Arbeit gebracht worden wäre, durch eine Fehlentscheidung, wie ich sie so noch nie gesehen habe“, sagte er.

Fotos vom Spiel gegen Leverkusen

Eintracht gewinnt Auftaktspiel gegen Leverkusen

Auf den Gedanken zu kommen, Meier habe sich ohne Kontakt fallen lassen, war in der Tat eine absurde Vorstellung. „Der Alex Meier hat sich in acht Jahren Bundesliga nie fallen lassen - da können Sie ins Archiv gehen und nachgucken. Es gab keinerlei Grund für diese Fehlentscheidung“, sagte Bruchhagen. Der Spieler selbst hatte Kinhöfer noch auf dem Platz unmittelbar die Situation geschildert. „Es war ein klares Foul, sonst hätte ich doch das Tor gemacht“, sagte Meier. Kapitän Pirmin Schwegler sagte: „Wir kennen den Alex besser als der Schiedsrichter. Der kann froh sein, dass wir das Spiel gewonnen haben.“

Im Zweifel gegen die Eintracht

Es war nicht die einzige Situation, in der das Gespann im Zweifel gegen die Gastgeber entschieden hatte. In der 23. Minute hatte Stefan Aigner ein Tor erzielt, doch der Ball soll vor der Flanke von Sebastian Rode schon im Aus gewesen sein. Mit bloßem Auge war das nicht zu erkennen, nicht einmal in der xten TV-Wiederholung.

Und doch hatte Kinhöfers Assistent Christian Fischer es aus gut fünfzig Metern erkannt. Jener Linienrichter, der beim klaren Elfmeter nichts gesehen hatte.

Nicht schwer auszumalen, wie die Eintracht-Verantwortlichen die Entscheidung im Falle einer Niederlage kommentiert hätten. „Gott sei Dank war das nicht spielentscheidend“, betonte Trainer Armin Veh.

Quelle: op-online.de

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