Vorstandsmitglied Axel Hellmann

DFL-Konzept: Eintracht signalisiert Zustimmung

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Protestplakat von Fußballfans, die an den letzten drei Bundesliga-Spieltagen die ersten zwölf Minuten der Partien schwiegen.

Frankfurt - Axel Hellmann, Vorstandsmitglied von Eintracht Frankfurt, hat angedeutet, dass die Eintracht dem neuen DFL-Sicherheitspapier zustimmen wird. Ein Großteil der Fußballfans steht dem Konzept aber weiterhin ablehnend gegenüber, wie auch der Protest der vergangenen Tage zeigt.

In der Sportsendung „Heimspiel!“ des hr-Fernsehens hat Hellmann signalisiert, dass die Eintracht dem DFL-Sicherheitspapier zustimmen könne. Zuvor hatte er bereits in einem Interview mit einer Frankfurter Tageszeitung gesagt, dass die Eintracht auch den ersten Entwurf nicht grundsätzlich abgtelehnt habe, sondern mit einigen Punkten nicht einverstanden gewesen sei und sich deswegen kritisch geäußert habe.

Hellmann hatte als Mitglied in dem DFL-Gremium den ersten Entwurf mit ausgearbeitet, ebenso aber auch die kritische Stellungnahme der Eintracht unterschrieben. Hellmann hat laut eigener Aussage früher selber in den Stehplatz-Kurven des Waldstadions die Eintracht angefeuert. Er widerspricht den Fangruppierungen, die eine schleichende Abschaffung der Stehplätze befürchten. 

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Die Kommission habe bei der ersten Version des Konzeptpapiers einige Dinge „nicht richtig eingeschätzt“, sagte er in der hr-Sendung. Diese Punkte seien aber nun auch dank des Dialogs mit Vertretern der Fan-Szene ausgebessert worden. „Mit diesen Anmerkungen können wir diesem Papier in vielen, vielen Punkten zustimmen.“ Hellmann und die DFL fürchten den zunehmenden Druck aus der Politik, falls auch das überarbeitete Sicherheitspapier abgelehnt wird. Zuletzt hatte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier die Einführung eines Sicherheits-Euros vorgeschlagen.

Das Papier enthalte „nicht nur Dinge, die die Fan-Kultur angreifen, sondern auch Dinge, die notwendig sind“, sagte Hellmann. „Es geht darum, die Kollektivstrafen herauszunehmen und Einzeltäter zu bekämpfen“, unterstrich er.

nb

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Quelle: op-online.de

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