Discobesuche sind für Skibbe kein Problem

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Der Brasilianer Caio (links) gilt als einer der Hoffnungsträger von Trainer Michael Skibbe: „Ich bin überzeugt dass er mehr zeigen wird als in den letzten eineinhalb Jahren.“

Frankfurt - (sp) Die Frankfurter Eintracht hat sich viel Zeit gelassen, ehe sie in Michael Skibbe den Nachfolger von Friedhelm Funkel präsentierte.

Als Nachteil wertet der neue Trainer seine relativ späte Verpflichtung allerdings nicht. „Man kann durchaus eigene neue Ideen in eine bestehende Mannschaft einbringen“, glaubt Skibbe, zumal er die Arbeit seines Vorgängers sehr schätzt. „Die Eintracht hat unter Friedhelm Funkel einen guten Weg gemacht. Wir müssen nun unseren eigenen Weg finden.“ Und zu dem gehöre auch eine „hundertprozentige Identifikation“ mit dem Arbeitgeber. Deshalb gibt es auch keine Ausstiegsklausel im Vertrag des 43-Jährigen. „Ich habe ein Konzept über zwei Jahre“, sagte Skibbe. „Und ich hoffe, dass ich noch die eine oder andere Saison mehr in Frankfurt arbeiten kann.“

Neben Torwart Ralf Fährmann von Schalke 04 und Abwehrspieler Maik Franz aus Karlsruhe, die beide vor seinem Amtsantritt verpflichtet wurden, will Skibbe noch „zwei bis drei neue Spieler“ holen. Vor allem im defensiven Mittelfeld („Da sind wir zu dünn besetzt“) und im Sturm bestehe noch Bedarf.

Angst vor den hohen Erwartungen in der Mainmetropole hat Skibbe nicht. Es sei zwar schwierig, in der Tabelle nach vorne zu kommen, „aber es ist realistisch“. Er habe dies schließlich auch bei anderen Klubs geschafft. Mit Borussia Dortmund ist Skibbe einst vom zehnten auf den vierten Platz vorgerückt, mit Leverkusen vom elften auf den fünften. Auf ein genaues Saisonziel mit der Eintracht will er sich dennoch nicht festlegen. Dies mache erst Sinn, „wenn der Kader endgültig festgelegt ist“.

Skibbe setzte bei der Arbeit mit den Spielern auf viel Eigenverantwortung. „Natürlich gibt es Regeln und Richtlinien, die eingehalten werden müssen“, sagte er, „aber die Persönlichkeit der Spieler muss gewahrt bleiben“. Deshalb habe er auch nichts dagegen, wenn Spieler mal nach dem Spiel in eine Disco gehen würden. „Es sind junge Menschen, das gehört da auch mal dazu.“

Quelle: op-online.de

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