Riesenenttäuschung zum Saisonauftakt

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Die Entscheidung in Hannover: Eintracht-Torwart Oka Nikolov (gelbes Trikot) kommt einen Schritt zu spät gegen Didier Ya Konan (rechts), der per Kopf den Treffer zum 2:1-Sieg für die Niedersachsen erzielt.

Hannover ‐ Es bleibt dabei: Seit 1987 hat Eintracht Frankfurt nicht mehr in Hannover gewonnen. Zum Start der neuen Bundesliga-Saison setzte es nun eine 1:2 (1:1)-Niederlage bei den Niedersachsen. Von Peppi Schmitt

Als „extrem ärgerlich“ bezeichnete Trainer Michael Skibbe die Auftaktpleite, „weil viel mehr drin war“.

Geradezu leichtfertig hatte die Eintracht einen Punktgewinn vergeben - gegen einen Gegner, der außer Kampf nicht viel zu bieten hatte. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, sagte Skibbe und wollte nicht weiter auf die schlechte Leistung von Schiedsrichter Denis Aytekin eingehen, der den Frankfurtern einen klaren Handelfmeter verweigerte und nach einem üblen Foul des Hannoveraners Emanuel Pogatetz an Pirmin Schwegler nicht mal Gelb zeigte.

Doch der Unparteiische war eindeutig nicht Schuld an der Niederlage, dafür hatten die Frankfurter schon selbst gesorgt. Mit dilettantischen Abwehrfehlern vor beiden Gegentoren. Mit einer Mischung aus Fehlpässen und Zweikampfnaivität im Mittelfeld und mangelnder Konsequenz beim Abschluss. „Das war eine Riesenenttäuschung“, sagte Kapitän Patrick Ochs. Und Angreifer Ioannis Amanatidis meinte: „Wir müssen die richtige Mischung aus schön spielen und effektiv spielen finden.“

Nikolov sah beim Gegentor nicht gut aus

Beim ersten Gegentor vertändelte Marco Russ den Ball, und auch Torwart Oka Nikolov sah beim Flachschuss von Konstantin Rausch aus zwanzig Metern ins kurze Eck nicht gut aus. Noch naiver stellte sich die Eintracht beim 2:1 von Didier Ya Konan an. Ümit Korkmaz hatte Pinto quasi ohne Gegenwehr flanken lassen, und in der Mitte hatte der nur 1,74 Meter große Ya Konan das Duell gegen Nikolov gewonnen. Neben Korkmaz habe auch sein Torwart „nicht gut ausgesehen“ sagte auch Skibbe, „das war so nah vor dem Tor“.

Die Eintracht hatte die Kontrolle im Mittelfeld, setzte die spielerische Überlegenheit jedoch nicht gewinnbringend um. Schnell hatten die Frankfurter den ersten Rückstand durch Benny Köhler auf Vorarbeit von Ochs ausgeglichen. Doch ziemlich schnell war die Herrlichkeit auch vorbei, vor allem weil in der zweiten Hälfte Schwegler und Meier zu viele Fehlpässe unterliefen. „Wir haben rund um die Mittellinie zu viele Bälle verloren,“ kritisierte Skibbe, dessen Wechsel auch keine Wende mehr brachten. Egal ob Halil Altintop, Ümit Korkmaz oder Caio - keiner gab dem Spiel neue Impulse.

Im Sturm hatte sich der Trainer für die beiden Griechen Amanatidis und Theofanis Gekas entschieden. Aber es war nicht die richtige Mischung. Amanatidis vergab einmal per Kopf, Gekas passierte später das gleiche, auch wenn da Ya Konan die Hand im Spiel hatte. Und auch Russ hatte per Kopf Pech, traf lediglich den Pfosten.

Quelle: op-online.de

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