„Rumturnen geht gar nicht“

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Thomas Kessler überzeigte im Eintracht-Tor.

Frankfurt (sp) - Gegen den KSC musste die Frankfurter Eintracht auf Oka Nikolov, Bamba Anderson und Mohamadou Idrissou (alle verletzt) verzichten. Auswirkungen auf das Spiel, die Leistung und das Ergebnis hatten die Ausfälle der drei Stammkräfte nicht.

Die These, dass die Frankfurter mit ihrem breiten Kader genug Alternativen haben, wurde eindrucksvoll bestätigt.

Thomas Kessler vertrat Nikolov mehr als ordentlich. „Als er gefordert wurde, war er da“, sagte Armin Veh. „Es war ja mein erstes richtiges Spiel vor den eigenen Fans“, sagte der 25 Jahre alte Keeper, „ich bin glücklich, dass wir zu Null gespielt haben.“

Zuvor hatte Kessler nur gegen St. Pauli in einem Heimspiel im Tor gestanden, als die eigenen Fans ja ausgesperrt waren. Nun hat er im letzten Spiel der Vorrunde Ansprüche angemeldet auf einen Stammplatz, den er nach dem zweiten Spieltag an Nikolov verloren hatte. Der Trainer will sich über diese Position erst Gedanken machen, „wenn Oka wieder gesund und fit im Training zurück ist.“

Für den Brasilianer Anderson spielte Stefan Bell. „Er hat mit ein paar Fehlern angefangen, danach aber souverän gespielt“, lobte Veh. Der U21-Nationalspieler hat bewiesen, dass er eine gute Alternative ist.

Für Idrissou durfte Theofanis Gekas ran. Der Grieche hat beide Tore erzielt, seine Saisontreffer sechs und sieben, sich vor allem aber gegenüber dem Auswärtsspiel in München mächtig gesteigert. Gekas ist viel gelaufen und wurde dafür belohnt. Für den Trainer eine Selbstverständlichkeit. „Er weiß, dass er bei mir laufen muss, sonst spielt er nicht“, sagt Veh, „diesmal hat er viel für die Mannschaft gearbeitet.“

Doch es gab nicht nur Sieger bei der Eintracht. Georgios Tzavellas, in München in der Startelf, stand diesmal nicht einmal im Kader. Die Arbeitsauffassung unter der Woche hatte Veh verärgert. „Wenn einer beim Training so rumturnt, das geht überhaupt nicht“, schimpfte Veh, „das kann er mit mir nicht machen.“ Auf eine Aussprache hat Veh verzichtet, seine Ausbootung hat Tzavellas auf einem Zettel in der Kabine erfahren. Veh: „Ich erwarte von Spielern, dass sie selbst merken, was los ist“.

Quelle: op-online.de

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