Eintracht bangt um Einsatz von Gekas

Frankfurt (sp) - Auch das noch: Jetzt muss Eintracht Frankfurt vor dem Spiel am Samstag bei 1899 Hoffenheim auch um Theofanis Gekas bangen. Der Mittelstürmer und mit 16 Treffern beste Eintracht-Torschütze der Saison hat sich beim Training eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen.

Die Blessur sei „ernsthaft“, sagte Trainer Christoph Daum, weitere Prognosen wollte er gestern nicht wagen. Doch selbst wenn nach Georgios Tzavellas (Kreuzbandanriss) und Ioannis Amanatidis in Gekas auch noch der dritte griechische Profi ausfallen sollte, ist dem Trainer nicht bange. „Wir sagen das Spiel trotzdem nicht ab“, scherzte Daum.

Dass die Eintracht zu hart trainiert haben könnte seit seinem Amtsantritt vor drei Wochen, weist Daum von sich. „Wir brauchen natürlich Intensität beim Training. Aber wir haben hier ganz normale, selbstverständliche Dinge gemacht.“ Dazu gehören auch Läufe am kleinen Hügel am Rande des Trainingsplatzes. Es sei schlicht unmöglich, im „zweiten Gang“ zu trainieren und im „fünften Gang“ zu spielen, sagt Daum. Auch bei den Übungseinheiten müssten die Spieler an ihre Grenzen gehen. Womöglich aber war der Unterschied zu der Arbeitsweise von Vorgänger Michael Skibbe doch zu groß. In jedem Fall haben sich zuletzt die Muskelverletzungen gehäuft. Die meisten dieser Spieler haben sich aber schnell wieder erholt.

Gekas musste das Training wegen Schmerzen im Oberschenkel abbrechen. Seitdem wird der Grieche untersucht und behandelt. Ob er spielen kann, ist offen. Genauso wie bei Amanatidis, dem nicht das lädierte Knie, sondern die Wade Probleme bereitet. „Ich habe noch Hoffnung, dass Ama dabeisein kann“, sagt Daum, „er ist ein ganz wichtiger Mann für uns.“ Für die Anfangsformation aber kommt Amanatidis nach der Trainingspause sicher nicht in Frage. Nicht nur deshalb hätte die Eintracht ein ernstes Problem, sollte auch Gekas tatsächlich nicht spielen können. Denn in diesem speziellen Falle ist die Statistik eindeutig: Ohne Tore von Gekas haben die Frankfurter in dieser Saison kein Spiel gewonnen. Es wäre dann die Aufgabe von Martin Fenin, mit Toren diese Serie zu durchbrechen.

Dass sich die Mannschaft und auch die Fans vom Optimismus des neuen Trainers haben anstecken lassen, nicht aber der oberste Boss, bringt Daum zum Schmunzeln. Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hat seine eigene Rechnung aufgemacht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Eintracht mit dem VfB Stuttgart um den drittletzten Tabellenplatz, den Relegationsplatz, kämpfen wird. „Heribert ist ein konservativer, solider Sportdirektor, der alles genau durchrechnet“, sagt Daum, der mit Bruchhagen unter dem Dach eines Frankfurter Hotels wohnt, „aber ich sage ihm immer: hör' auf damit, du verrechnest dich sowieso.“

Quelle: op-online.de

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