Eintracht erst cleverer, dann besser

+
Der ehemalige Offenbacher Sebastian Rode (rechts) fuhr mit Eintracht Frankfurt im 27. Saisonspiel den 17. Sieg ein. Zum 4:0-Erfolg bei Union Berlin steuerte Alexander Meier zwei Treffer bei. Es waren bereits seine Saisontore 14 und 15.

Berlin (sp) - Die Frankfurter Eintracht bleibt in der 2. Bundesliga stramm auf Aufstiegskurs: Mit dem 3:0 (1:0)-Sieg bei Union Berlin haben die Frankfurter nicht nur das vierte Spiel in Folge gewonnen und Platz zwei gefestigt, sondern vor allem den Abstand auf den Relegationsplatz, den Fortuna Düsseldorf belegt, auf fünf Punkte ausgebaut.

Die Eintracht war im Stadion „Alte Försterei“ erst die cleverere und am Ende die bessere Mannschaft. Mohamadou Idrissou hatte die Gäste mit seinem 10. Saisontor früh in Führung gebracht, Erwin Hoffer mit seinem 9. und Alexander Meier mit seinem 14. und 15. Tor erhöhten nach der Pause.

Bilder zum Spiel Union Berlin gegen Eintracht Frankfurt

Eintracht siegt clever und locker gegen Union Berlin

„Ausverkauft“ meldete der Stadionsprecher kurz vor dem Anpfiff und musste dabei selbst schmunzeln. Denn die zwei Gäste-Blöcke hinter dem Tor waren zunächst gähnend leer. Das DFB-Sportgericht hatte die Eintracht wegen der Ausschreitungen von Düsseldorf zu einem Auswärtsspiel ohne Fans verurteilt. Die Frage, „ob das wirklich Sinn macht“, stellte sich nicht nur der Berliner Stadionsprecher. Wie viele Frankfurter am Ende trotz des Verbots im Stadion waren, ließ sich nicht auf Anhieb feststellen. Es waren aber einige hundert, die von den Berliner Fans mit freundlichem Beifall begrüßt wurden. Als die Frankfurter dann in den Gästeblock wollten, kam es zur totalen Solidarisierung.

„Die Mauer muss weg“

„Lasst sie rein“, skandierten die Berliner Fans, „die Mauer muss weg.“ In ihrer Abneigung gegenüber dem DFB sind sich die Fußball-Anhänger aller Vereine einig. Und die Ordnungskräfte hatten ein Einsehen. Nach gut 20 Minuten hatten die Frankfurter Fans sich ihre Plätze „erkämpft“ und entrollten sofort ein Plakat: „DFB: Wir sind da, jedes Spiel, das ist doch klar.“

Vorentscheidung durch das zweite Frankfurter Tor

Nach dem Wechsel ging es hin und her. Zunächst erschreckte ein Ausflug von Torwart Nikolov die Eintracht, als er den Ball nicht zu fassen bekam, aber die Berliner nichts aus der halbe Chancen machten. In der 57. Minute dann die Vorentscheidung durch das zweite Frankfurter Tor, als Hoffer nach einer Flanke von Schwegler unhaltbar einköpfte.

Heribert Bruchhagen, der Vorstandschef der Eintracht, hat am Rande der Partie den Sinn von Stadionaussperrungen infrage gestellt. „Man kann aus einem Fußballstadion keinen Hochsicherheitstrakt machen“, sagte er und forderte dazu auf, sich gemeinsam Gedanken zu machen: „Wir müssen alle überlegen, was sinnvolle Maßnahmen sind und welche Konsequenzen das hat.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare