Eintracht fehlt die Durchschlagskraft

Kein Durchkommen für Alexander Meier (vorne) gegen Paderborns Thomas Bertels.
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Kein Durchkommen. Alexander Meier (vorne) gegen Paderborns Thomas Bertels.

Frankfurt (sp) - Jetzt ist die Eintracht in der 2. Bundesliga angekommen, nur nicht so wie erhofft. Gegen den SC Paderborn reichte es nur zu einem Unentschieden.

Es war das dritte Unentschieden im dritten Heimspiel und die Zuschauer werden langsam sauer. 0:0 spielte die Eintracht im eigenen Stadion. Auswärts dagegen hat die Eintracht alle drei Spiele gewonnen, was in der Summe aber aktuell „nur“ zum fünften Platz reicht.

Es war vor 34.200 Zuschauern ein typisches Zweitligaspiel mit einer spielerisch überlegenen Eintracht, aber einem energisch kämpfenden Gegner. „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt,“ wollte Trainer Armin Veh nicht zu hart mit seiner Mannschaft ins Gericht gehen, „nach dem Wechsel hat dann die letzte Konsequenz gefehlt“.

Schafft die Eintracht es aber nicht bald, zu Hause endlich Spiele zu gewinnen, bekommt sie ein großes Problem. Die Fans reagierten mit Unverständnis auf die Leistung und pfiffen mit Gekas und Köhler jene Spieler aus, die in den letzten Wochen die besten waren, diesmal aber ausgewechselt wurden. Der Trainer war über die Reaktionen des Publikums irritiert. „Von uns wird etwas erwartet, was wir so nicht leisten können“, sagte er. Für Kapitän Pirmin Schwegler haben „auch äußere Einflüsse das Spiel kaputtgemacht“. Der Schweizer Nationalspieler, der wegen einer Rückenverletzung raus musste und nun auch nicht zum Länderspiel fahren soll, sprach dabei auf die Reaktionen der Zuschauer, aber vor allem auf den Rasen an. Der war einmal mehr ein Ärgernis und brachte auch Veh in Rage. „Wir brauchen nicht von der Bundesliga zu reden, wenn wir hier einen Kreisklasse-Rasen haben“, sagte Veh, „wir sollen den Gegner am besten ausspielen, aber das ist auf diesem Platz unmöglich“.

Eintracht haushoch überlegen

Fußball gespielt hatte über weite Strecken nur eine Mannschaft, die Gastgeber. Paderborn hat nur auf Defensive gesetzt, vor der Pause noch nicht einmal Konter gewagt. Was auch daran lag, dass der Ball bei der Eintracht wirklich gut lief, allerdings nicht bis in die gefährliche Zone hinein. Alex Meier war von den Gästen überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Doch der beste Torschütze der Liga, hatte diesmal nicht die nötige Treffsicherheit. In der 16., 19. und 26. Minute vergab Meier gleich drei gute Tormöglichkeiten.

Die Frankfurter waren haushoch überlegen, dennoch hatte niemand im Stadion das Gefühl, dass zwangsläufig ein Tor fallen müsste. Je näher es dem gegnerischen Kasten ging, desto enger wurde es, auch schwerer. Die letzte Entschlossenheit fehlte einfach. Und die Gäste? Die traten zunächst die Bälle aus dem eigenen Strafraum weg, verließen sich auf Zufälle. Und eine Chance bekamen sie dann auch. Sieben Minuten vor der Pause schoss Nick Proschwitz nach einer Ecke den Ball aus sechs Metern übers Tor.

Da waren die zu Beginn durchaus zufriedenen Zuschauer schon längst unruhig und gefrustet. Ab und zu pfiffen sie schon auf ihre Spieler, das war aber ganz sicher ungerecht. An Kampfeswillen und auch an Spielkunst hatte es nicht gemangelt, allerdings an der Durchschlagskraft. Nach dem Wechsel wurde die Eintracht in dem Maße schwächer wie sich die Gäste steigern konnten. Nun war es ein etwas interessanteres Spiel. Die Eintracht konnte sich bei Oka Nikolov bedanken, der mit zwei glänzenden Paraden einen Rückstand verhinderte. In der 64. Minute drehte der Frankfurter Torwart den Ball nach einem Schuss von Proschwitz noch um den Pfosten, in der 71. Minute rettete er vor dem einschussbereiten Brandy.

Quelle: op-online.de

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