Eintracht fehlt Geld für Verstärkungen

Frankfurt - (sp) Torwart Ralf Fährmann hat die Frankfurter Eintracht bereits im Winter für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Und Abwehrspieler Maik Franz hat vor drei Wochen unterschrieben. Seitdem herrscht Funkstille bei den Frankfurtern.

Der neue Trainer Michael Skibbe musste bereits Abschied nehmen von seinem Wunsch, neben zwei Mittelfeldspielern, die die Abgänge Michael Fink und Junichi Inamoto ersetzen sollen, auch einen neuen Stürmer zu bekommen. Dies sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, hatte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen deutlich gemacht. „Ich kann im Moment nicht handeln“, hat Bruchhagen gestern gesagt.

Der Eintracht fehlt das Geld, um in größerem Stil in die Mannschaft zu investieren. „Transfers für eine, zwei oder drei Millionen sind nicht machbar“, hat Michael Skibbe erfahren. Die Gründe für die „finanzielle Bescheidenheit“, so Skibbe, sind vielfältig. Zum einen gibt es Einbrüche beim Verkauf der Logen, während die Business-Seats komplett verkauft wurden.

Funkel erhält weiterhin sein Gehalt

In den letzten Tagen sind nun weitere Fakten ans Licht gekommen, die den Spielraum bei Personalveränderungen einschränken. Zum einen erhält Trainer Friedhelm Funkel, von dem sich die Eintracht nach der letzten Saison getrennt hat, weiter sein Gehalt, geschätzt im Jahr knapp eine Million Euro. Und zum anderen hat der Aufsichtsrat der „Fußball AG“ unter dem Vorsitzenden Herbert Becker eine Ausschüttung an die Aktionäre genehmigt.

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Für Stürmer fehlt das Geld

Dabei handelt es sich um eine Million Euro. 72 Prozent davon, also 720000 Euro, erhält der Hauptaktionär, der Verein Eintracht, der damit angeblich Mehrkosten abdecken muss, die durch den Aufstieg der U23 von der Oberliga in die Regionalliga im Jahr 2008 entstanden sind.

Die AG hat einen Etat aufgestellt und Planungen vorgenommen, die wir als Vorstand umsetzen müssen“, sagt Heribert Bruchhagen. Er sei nicht bereit, finanzielle Risiken einzugehen, betonte der Eintracht-Chef noch einmal, „und ich werde ganz sicher keine Prinzipien über den Haufen werfen“.

Quelle: op-online.de

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