Vor dem Spiel gegen Freiburg

Zwischen Euphorie und Respekt

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Wollen wieder jubeln: Die Spieler von Eintracht Frankfurt.

Frankfurt (sp) - Wohl dem, der keine anderen Probleme hat: Für Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh wird es im Vorfeld des Heimspiels gegen den SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr) die schwierigste Aufgabe sein, heute das Aufgebot bekanntzugeben.

Die Stammelf steht Veh wieder zur Verfügung, nachdem Angreifer Olivier Occean seine Oberschenkelzerrung so weit auskuriert hat, dass er auch gestern voll mittrainieren konnte. Occean wird also in die erste Elf zurückkehren, sein Vertreter Jimmy Hoffer muss zurück auf die Bank. Aber wer aus der Riege der Offensivspieler muss auf die Tribüne? Sonny Kittel, der gegen Dortmund sein Saisondebüt gefeiert hat? Benny Köhler, der auf so vielen Positionen einsetzbar ist? Oder Karim Matmour, der gegen den Meister als Stürmer-“Notlösung“ eingewechselt seine Sache gut gemacht hat? „Es ist immer blöd, wenn man einen auf die Tribüne schicken muss“, sagt Veh.

Die Auswahlmöglichkeiten für den Trainer sind Teil der aktuellen Stärke des Aufsteigers aus Frankfurt. Die Mannschaft ist eingespielt und auch deshalb voller Selbstvertrauen. Er wolle die Freude und Euphorie „nicht um ein einziges Prozent schmälern“, sagt Veh, „wir leben im Jetzt.“

Soll heißen: Die Eintracht will den positiven Lauf so lange fortsetzen wie irgendwie möglich. Gegen Freiburg sei dies möglich, aber nicht zwangsläufig, glaubt der Eintracht-Coach. Mit einem Sieg gegen einen „direkten Konkurrenten im Abstiegskampf“ könne die Eintracht einen großen Schritt machen. „Ein Sieg und 16 Punkte wären geil“, sagt Veh.

Training gedrosselt

Vor dem Gegner hat er großen Respekt. Die Breisgauer würden auch auswärts „frech“ aufspielen. „Ihnen ist es egal, ob sie gegen Bayern oder gegen uns spielen“, glaubt er, „die sind bestimmt nicht beeindruckt von unserer Serie.“ Für die Frankfurter Spieler gilt es, die Balance zwischen Selbstvertrauen und Respekt zu finden. Dabei könne es keine Zweifel geben, dass der letzte Gegner, Borussia Dortmund, mehr Qualität hat, als der nächste. „Ich spiele lieber fünfmal gegen Freiburg als fünfmal gegen Dortmund“, sagt Veh, „was ja nicht heißt, dass wir gegen Freiburg immer gewinnen.“

Körperliche Probleme am Ende der englischen Woche erwartet der Coach nicht. Seine Spieler seien topfit. Dennoch wurde das Training gedrosselt, damit die Eintracht eine ähnlich hohe Laufbereitschaft zeigen kann wie in den letzten Wochen. Und die Zuschauer weiter ihren Spaß haben. Bisher wurden über 45.000 Karten verkauft.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Eintracht: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner, Meier, Inui - Occean - Bank: Nikolov - Celozzi, Demidov, Lanig, Matmour, Köhler (Kittel), Hoffer

Freiburg: Baumann - Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg - Makiadi, Schuster - Schmid, D. Caligiuri - M. Kruse, Guedé - Schiedsrichter: Brych (München)

Quelle: op-online.de

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