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Eintracht Frankfurt: Hohe Hürde bei selbstbewusstem Angstgegner Mainz 05

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Der Mainzer Jean-Paul Boetius (r) und Frankfurts Danny da Costa kämpfen um den Ball

Am 13. Spieltag trifft Eintracht Frankfurt auf Mainz 05. Wir  stellen die Rheinhessen im Gegner-Check vor. 

Update, 02.12.2019, 9.22 Uhr: So könnte  der FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt auflaufen:

Zentner - St. Juste, Fernandes, Niakhate, Fernandes - Öztunali, Kunde, Boetius, Latza, Aaron - Onisiwo, Quaison

Erstmeldung, 01.12.2019, 15.59 Uhr: Mainz - Der FSV Mainz 05 hat turbulente Wochen hinter sich. Sandro Schwarz schaffte es nicht, die Mannschaft zu stabilisieren und ihr Selbstbewusstsein zu geben. Der Vorstand und Sportdirektor Rouven Schröder trauten ihm die Wende nicht mehr zu und nach den desaströsen Auftritten in Leipzig (0:8) und im heimischen Stadion gegen Union Berlin (2:3) zogen sie die Reißleine. Schwarz musste gehen und wurde durch Achim Beierlorzer ersetzt, der nur wenige Tage zuvor bei Ligakonkurrent 1. FC Köln entlassen wurde und nun die Mainzer zum Klassenerhalt führen soll.

Die Partie im TV und Livestream: So sehen Sie den FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt live

Im Sommer war ordentlich was los in Sachen Transfers bei den Rheinhessen. Jean-Philippe Gbamin, der schon im vergangenen Jahr nach England wechseln wollte, bekam seinen Willen und wurde für 25 Millionen Euro zum FC Everton abgegeben. Dazu gingen Anthony Ujah (2 Millionen Euro/Union Berlin), Giulio Donato (vereinslos), Emil Berggreen (Twente Enchede/ablösefrei), Jose Rodriguez (FC Malaga/ablösefrei), Gerrit Holtmann (SC Paderborn/Leihe) und Jannik Huth (SC Paderborn/ablösefrei. Außerdem beendeten Niko Bungert und Rene Adler ihre Kariere.

Eintracht Frankfurt: Gegner Mainz mit großen Investitionen

Das für Gbamin investierten die Mainzer in teure Neuzugänge. Jeremiah St. Juste (9 Millionen Euro/Feyenoord), Edmilison Fernandes (7,5 Millionen Euro/West Ham United), Aaron Martin (6,5 Millionen Euro/Espanyol Barcelona), Ronael Pierre-Gabriel (5,5 Millionen Euro/AS Monaco) wurden eingekauft. Dazu kamen noch Dong-won Ji (FC Augsburg) und Adam Szalai (TSG Hoffenheim) ablösefrei. 

Trotz des in der Breite und Spitze verstärkten Kaders bekam Sandro Schwarz es nicht hin, dass die Mannschaft ihre Qualität auch Woche für Woche abruft. Sechs der ersten sieben Pflichtspiele wurden verloren, darunter war auch das peinliche Ausscheiden im DFB-Pokal bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern.

Das Team des FSV Mainz 05 wirkte verunsichert und brach regelmäßig bei Rückstand vollständig in sich zusammen. Mit Achim Beierlorzer soll ein Neuanfang her und der Anfang ist bereits gemacht. Zum Start musste der neue Trainer mit seinem Team zur TSG Hoffenheim, die zuvor sechs Bundesliga-Spiel in Serie gewann, unter anderem mit 2:1 beim FC Bayern München. Mainz spielte furios auf und kam zu einem deutlichen 5:1-Sieg, trotz eines Platzverweises in der ersten Halbzeit.

Eintracht Frankfurt: Gegner Mainz mit neuem Selbstvertrauen

Die Spielweise von Achim Beierlorzer kommt dem Kader sehr entgegen. Der neue Trainer lässt gerne aktiven Fußball in allen Phasen einer Partie spielen - also mit und auch gegen den Ball. Ihm ist Variabilität sehr wichtig, vor allem bei den Mittelfeldspielern. Dass die Mannschaft seine Vorgaben umsetzen kann, zeigte sie eindrucksvoll in Hoffenheim. Durch den Erfolg tankten die Rheinhessen ordentlich Selbstvertrauen vor dem Duell mit Eintracht Frankfurt. 

Durch den Trainerwechsel wird die Aufgabe für die SGE schwieriger. Bekanntlich tut sich eine Frankfurter Mannschaft traditionell sowieso nicht sonderlich leicht in Mainz. In elf Bundesliga-Partien der beiden Vereine konnte Eintracht Frankfurt keinen einzigen Sieg feiern. Sechs Spiele endeten Remis, fünf Partien gingen für die Adler verloren. Beim Rhein-Main-Duell kommt es übrigens zu einem Familientreffen - Gelson Fernandes von der Eintracht und Edimilson Fernandes von Mainz sind Cousins.

von Sascha Mehr

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