Nach dem Pokal-Aus

Eintracht-Abwehr muss noch stabiler werden

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Trainer Armin Veh konnte mit der Leistung seiner Spieler nicht zufrieden sein.

Aue/Frankfurt - Eintracht Frankfurt gehört zu den Bundesligisten, die sich in der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert haben. Das Spiel in Aue hat gezeigt, dass die Eintracht noch ein Abwehrproblem hat.

Armin Veh konnte seinen Unmut nicht verbergen. „Das alles wäre nicht passiert, wenn uns hinten nicht so haarsträubende Fehler unterlaufen wären", schimpfte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach der Pokal-Blamage beim FC Erzgebirge Aue. Vor dem Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Bayer Leverkusen hat der Aufsteiger ein handfestes Problem in der Innenverteidigung. Das ist die bittere Erkenntnis nach dem 0:3-Debakel beim Zweitligisten. Veh setzt nun auf seine letzte Verpflichtung Carlos Zambrano.

„Das war ein komplett gebrauchter Tag", meinte Mittelfeldspieler Alexander Meier. Und das in mehrfacher Hinsicht. Der „nicht auf Rosen gebettete Verein" (Veh) verpasste die große Chancen, sich eine Zusatzeinnahme von 250.000 Euro für das Erreichen der zweiten Runde zu sichern. Eingeplant war das Geld nicht im Etat. Doch mit Blick auf mögliche Verstärkungen im Winter oder die ohnehin nicht einfache finanzielle Situation hätte die Eintracht es gut gebrauchen können.

Dazu kam die alarmierende Bilanz in der Defensive: Eine Rote Karte nach Notbremse für Torwart Kevin Trapp, Schlampigkeiten von Verteidiger Heiko Butscher und körperliche Defizite beim zweiten zentralen Abwehrspieler Vadim Demidov. „Ich kann nicht zufrieden sein, wenn solche Fehler passieren. Der Patzer von Heiko hat mit der Spielklasse nichts zu tun, er muss einfach nur den Ball zurückspielen, das war saublöd", sagte Veh.

Torwartfrage vorerst entschieden

Butscher musste am Sonntag zur Halbzeit auf die Bank, Demidov wurde für die letzte Viertelstunde durch Stefano Celozzi ersetzt. „Ich sehe, dass er nicht fit ist, das Eins-gegen-Eins hat er auch nicht mehr gewonnen. Da vertraue ich natürlich einem, der auch mal einen Konter abfangen kann", erklärte Veh. Die Tore von Thomas Paulus (21./Foulelfmeter) und Jakub Sylvestr (60./90.) wurmten den Trainer.

Nun soll gegen Leverkusen Zambrano ran, der nur zwei Tage vor dem Pokalspiel vom Zweitligisten FC St. Pauli verpflichtet wurde. „Er ist zwar noch nicht eingespielt, aber seine Fitness ist da und im Normalfall wird er spielen", sagte Veh. Der neue Innenverteidiger aus Peru saß in Aue bereits auf der Bank.

Dass Trapp den Konkurrenzkampf im Tor gegen Oka Nikolov gewann, sieht Veh als Grundsatzentscheidung - daran ändert auch der Platzverweis nichts. „Irgendwann müssen wir den Break ja mal machen. Ich denke, dass wir jetzt einen Mann haben, der auf dem Weg ist, der richtige Torhüter für uns zu werden. Da muss man eine Entscheidung treffen, das hat gar nichts unbedingt mit der Leistung von Oka zu tun, natürlich ist er ein klasse Tormann", sagte Veh. Da Trapp für seinen Platzverweis in Aue nur im Pokal-Wettbewerb gesperrt wird, kann er am Samstag gegen Leverkusen wieder spielen.

Quelle: op-online.de

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