Niederlage in Aue

Eintracht Frankfurt versagt im DFB-Pokal

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Aues Jakub Sylvestr (Mitte) trifft gegen Frankfurts Torwart Oka Nikolov (links) und Vadim Demidow (rechts) zum 2:0.

Aue - Die Frankfurter Eintracht ist im DFB-Pokal ausgeschieden. Der Bundesligist verlor gegen Zweitligist Erzgebirge Aue.

Für Eintracht Frankfurt hat die Saison mit einem blamablen Erstrunden-Aus im DFB-Pokal begonnen. Der Bundesliga-Aufsteiger kassierte nach einer schwachen Vorstellung beim Zweitligisten Erzgebirge Aue eine 0:3 (0:1)-Niederlage. Während die Hessen bei sengender Hitze mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen, feierte Aue nach einem Fehlstart in der Liga mit nur einem Punkt aus zwei Begegnungen sein erstes Erfolgserlebnis überschwänglich.

Thomas Paulus brachte die Gastgeber mit Aues erstem Saisontreffer in einem Pflichtspiel per Foulelfmeter (21.) in Führung. Zuvor hatte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp die Notbremse gegen Jakub Sylvestr gezogen und als logische Folge die Rote Karte (19.) gesehen. Der gefoulte Sylvestr machte schließlich vor 9575 Zuschauern mit seinen Treffern in der 60. Minute und der Nachspielzeit (90.+1) den Pokal-Coup perfekt. Die Schlussphase mussten auch die Gastgeber in Unterzahl überstehen, nachdem Oliver Schröder (71.) die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels gesehen hatte.

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Dabei hatte der fünfmalige Cupsieger aus Hessen, der in den vergangenen beiden gemeinsamen Jahren in der 2. Liga sämtliche vier Duelle gegen Aue gewann, vielversprechend begonnen und sich als das spielerisch reifere Team präsentiert. Doch die Gastgeber fanden immer besser in die Begegnung und boten den Frankfurtern Paroli. Von einem Klassenunterschied war in der Folge nichts mehr zu sehen. Erst recht nicht, nachdem Trapp den heranstürmenden und freistehenden Sylvestr im Strafraum von den Beinen geholt hatte und vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Für Trapp rückte anschließend Oka Nikolov ins Tor des Erstligisten, Eintracht-Trainer Armin Veh nahm dafür Takashi Inui aus dem Spiel. Doch einzugreifen brauchte Routinier Nikolov kaum, weil sich Aue nach der Führung aufs Kontern verlegte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen vermochte sich jedoch keine der beiden Teams hochkarätige Chancen zu erspielen. Die Offensiv-Situation vor dem Strafstoß gehörte schon zu den Höhepunkten der ersten Halbzeit. Mit dem Gefühl der Führung agierte Aue auch nach dem Wechsel aus der gutorganisierten Abwehr und versuchte per Konter, die Partie zu entscheiden, zumal die Eintracht recht ideenlos blieb. Mit allzu statischen Angriffen stellten die Hessen ihren Gegner vor keine größeren Probleme. Sylvestr, slowakische Leihgabe von Dinamo Zagreb, war der stärkste Akteur des Zweitligisten. Bei den Frankfurtern vermochte allenfalls der Ex-Fürther Olivier Occean zu gefallen.

Quelle: op-online.de

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