Fußball-Bundesliga

Politik gibt Grünes Licht für DFB-Pokal-Halbfinale der Eintracht in München

Der Ball rollt wieder – in der Bundesliga. Jetzt erlaubt das bayerische Kabinett auch das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt.

  • Politik gibt Grünes Licht für DFB-Pokal-Spiel in München
  • Die Fußball-Bundesliga hat bereits am 16. Mai wieder begonnen
  • Eintracht Frankfurt tritt am 9. oder 10. Juni im Pokal-Halbfinale in München an

Update vom Dienstag, 19.05.2020, 12.15 Uhr: Nach dem Neustart in der Fußball-Bundesliga steht auch dem Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt aus politischer Sicht nichts mehr im Weg. Das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschloss bei einer Sitzung, die Austragung der Partie am 9. oder 10. Juni in der Münchner Arena zu erlauben.

Die Entscheidung fiel auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Triumph von Eintracht Frankfurt im Endspiel des DFB-Pokals. Auch damals hieß der Gegner Bayern München. An das damalige 3:1 von Eintracht Frankfurt haben die SGE-Fans noch heute beste Erinnerungen.  

Eigentlich war das Duell des Rekordmeisters und Rekordpokalsiegers mit demfünfmaligen Cup-Champion aus Frankfurt im April geplant gewesen. Wegen der Fußball-Zwangspause in der Corona-Krise wurde es aber abgesagt. Die Begegnung steigt wie alle Fußballspiele in den nächsten Wochen und Monaten ohne Zuschauer und unterstrengen Hygiene-Auflagen

In der Vorschlussrunde des DFB-Pokals stehen sich auch Regionalligist 1. FC Saarbrücken und Bayer Leverkusen gegenüber. Für die Partie gab es zunächst keine Informationen über eine Entscheidung der Politik im Saarland. Das eigentlich für den 23. Mai im Berliner Olympiastadion geplante Pokalfinale ist nun auf den 4. Juli anberaumt.

Schwerer Schlag für DFL-Pläne: Dynamo Dresden für zwei Wochen in Quarantäne

Update, 10.05.2020, 06.00 Uhr: Der Quarantäne-Fall Dynamo Dresden bringt die ersten Pläne zum Neustart der Ersten und Zweiten  Bundesliga mit Eintracht Frankfurt und 35 anderen Klubs bereits durcheinander. Obwohl die Mannschaft des Tabellenletzten nach zwei weiteren positiven Corona-Tests zwei Wochen weder spielen noch trainieren darf, sieht die Deutsche Fußball-Liga den Neustart im Unterhaus aber derzeit nicht in Gefahr. 

„Wenn Dresden jetzt 14 Tage in die Quarantäne geht, dann ist das für den Moment noch kein Grund, die Fortführung der Zweiten Liga komplett in Frage zu stellen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. „Von den 81 Spielen sind nur zwei betroffen. Klar ist, es gibt sicherlich eine Größe, dann ist das irgendwann nicht mehr machbar“, sagte der 51-Jährige. Eine Zahl wollte Seifert auf Nachfrage nicht nennen. Es sei auch davon abhängig, wann so etwas passieren würde.

Update, 09.05.2020, 21.15 Uhr: Eine Woche vor dem geplanten Anpfiff für die Restsaison der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga haben die Hoffnungen auf einen noch einigermaßen geordneten Verlauf der ausstehenden Spielzeit in Corona-Zeiten einen schweren Rückschlag erhalten. Die komplette Mannschaft von Dynamo Dresden, der Trainer- und auch der Betreuerstab mussten am Samstag nach zwei weiteren positiven Tests auf das Virus Sars-CoV-2 für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Damit kann die Partie der stark abstiegsbedrohten Sachsen in der zweiten Liga am 17. Mai bei Hannover 96 nicht stattfinden.

Die Quarantäne für eine gesamte Mannschaft dürfte zum Alptraumszenario der Liga-Bosse zählen. „Fakt ist, dass wir in den kommenden 14 Tagen weder trainieren noch am Spielbetrieb teilnehmen können“, sagte Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge. Dass die Spieler nach der Haus-Quarantäne einen Nachteil gegenüber den Teams haben dürften, die voll trainieren konnten, dürfte wohl auch außer Frage stehen.

DFL gibt Einzelheiten zum Bundesliga-Neustart bekannt - Eintracht-Spiel terminiert

+++ 14.25 Uhr: Damit ist die Pressekonferenz beendet.

+++ 14.22 Uhr: Im „Kölner Keller“, wo der Video-Schiedsrichter sitzt, wird es bauliche Veränderungen geben, um die Vorlagen der Politik zu erfüllen, so Seifert.

+++ 14.18 Uhr: Nachdem bereits ein Teil der TV-Gelder überwiesen wurde, soll es zwischen den nächsten beiden Spielen eine weitere Zahlung an die Vereine geben.

+++ 14.10 Uhr: Die Saison soll auch deshalb bis Ende Juni beendet werden, weil zum 30. Juni etliche Verträge der Spieler auslaufen. Die Gründe zum schnellstmöglichen Wiederbeginn sind “rechtlich, sportlich und organisatorisch“, so Seifert.

+++ 14.05 Uhr: Seifert geht nicht davon aus, dass es Zuschaueransammlungen vor den Stadion der Bundesligisten geben werde: „Ich glaube nicht, dass die Fan-Szenen ihren Kritikern diesen Gefallen tun werden.“

+++ 13.54 Uhr: Seifert bestätigt, dass es eine Relegation zwischen 1. und 2. Liga geben wird. Der DFL-Pokal ist noch nicht terminiert. Das sei Aufgabe des Deutschen Fußball-Bundes, sagte Seifert.

+++ 13.50 Uhr: Die Saison soll noch im Juni beendet werden, so Seifert. Geplant sind der 27. und 28.6 Juni für den 34. und letzten Spieltag.

+++ 13.48 Uhr: Die Spieltage und die Terminierung der einzelnen Paarungen wird die DFL im Anschluss bekanntgeben. Dort sind noch einige Details zu klären.

+++ 13.45 Uhr: Das Konzept der DFL könnte „eine Blaupause“ für alle Sportarten sein, so Seifert. Das Wissen will werde mit anderen Verbänden und Sportarten geteilt werden. Seifert warnt aber davor, das Coronavirus auf die leichte Schulter zu nehmen.

+++ 13.43 Uhr: Christian Seifert gibt bekannt, dass es zu fünf Auswechslungen pro Mannschaft in den noch ausstehenden Bundesligaspielen kommen kann, entschieden ist es aber noch nicht endgültig. Der Weltverband FIFA hatte den Vorschlag, aufgrund der Coronavirus-Pandemie vorübergehend die Zahl der erlaubten Wechsel von drei auf fünf zu erhöhen, zuletzt den Regelhütern des International Football Association Board (Ifab) unterbreitet. Eine Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich. Organisatoren wie die DFL könnten diese Regelung unter anderem für alle aktuellen Wettbewerbe übernehmen.

+++ 13.42 Uhr: Seifert warnt noch einmal: „Jedem muss klar sein: Wir spielen auf Bewährung. Ich erwarte von jedem, dass er dieser Verantwortung gerecht wird. Unser Konzept kann nur das Ziel haben, Infektionen frühzeitig zu entdecken.“

+++ 13.41 Uhr: Eintracht Frankfurt startet am 16. Mai um 18.30 Uhr. Gegner wird Borussia Mönchengladbach sein. Damit geht es mit dem 26. Spieltag weiter.

+++ 13.36 Uhr: Damit wird es keine Freitagsspiele in der 1. und 2. Bundesliga geben.

+++ 13.35 Uhr: Der Spielbetrieb wird am Samstag, den 16. Mai, fortgesetzt.

+++ 13.33 Uhr: Seifert bedankt sich bei Mitarbeitern der Vereine, Entscheidungsträgern, Medienpartnern und Sponsoren. „Alle Klubs haben die Entscheidung der Weiterführung der Bundesliga mit Erleichterung hingenommen“, so Seifert.

+++ 13.32 Uhr: Die Pressekonferenz der DFL, mit Boss Christian Seifert, beginnt.

Update, 07.05.2020, 13.25 Uhr: In wenigen Minuten startet die Pressekonferenz der DFL, in der Einzelheiten zum Bundesliga-Neustart bekanntgegeben werden.

Update, 06.05.2020, 21.00 Uhr: Die DFL hat sich entschieden, wann die Bundesliga fortgesetzt werden soll: Am 15. Mai wird der Ball wieder rollen. „Nach Abwägung aller Argumente hat das DFL-Präsidium am heutigen Tage im Umlaufverfahren beschlossen, den Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga ab dem 15. Mai 2020 wiederaufzunehmen" heißt es in einem Schreiben von DFL-Boss Christian Seifert, das dem „kicker“ vorliegt. Zuerst hatte „Bild“ berichtet.

Erstmeldung, 06.05.2020, 14.45 Uhr: Berlin - Gute Nachrichten für die Bundesliga und Eintracht Frankfurt: Die Politik hat bei einer Videoschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder grünes Licht für eine Fortsetzung des Spielbetriebs im Mai gegeben. An welchem Datum die Teams wieder loslegen können mit Spielen in der Bundesliga steht aber noch nicht genau fest. Die Terminierung der Neustarts und der Spiel überlässt die Politik der DFL, die für den Donnerstag zu einer Mitgliederversammlung per Videokonferenz geladen hat. Bei dieser Konferenz, an der Vertreter von DFB, DFL und den 36 Profi-Klubs teilnehmen, wird dann über das weitere Vorgehen entschieden. 

Bundesliga-Neustart: Bisher keine Wettkampfvorbereitung

Eintracht Frankfurt darf also noch im Mai wieder auf den Rasen. Das Team von Adi Hütter befindet sich bereits im Training, allerdings weiterhin nur in Gruppen. Vermutlich wird es bei der Videokonferenz auch einen Termin geben, ab wann wieder normales Mannschaftstraining möglich ist bei den 36 Vereinen. Dass den Teams nur wenig Vorbereitungszeit bis zum ersten Pflichtspiel bleibt, könnte zum Problem werden, denn ohne ausreichende Wettkampfvorbereitung erhöht sich das Verletzungsrisiko rapide, wie Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln dem Sportinformationsdienst sagte. 

Bundesliga-Neustart: DFL entscheidet über nächsten Spieltag

Weiterhin unklar ist, mit welchem Spieltag die DFL wieder starten wird. Die Saison wurde nach dem 25. Spieltag unterbrochen, es könnte also einfach mit dem 26. Spieltag, der eigentlich Mitte März hätte stattfinden sollen, weitergemacht werden. Eintracht Frankfurt würde dann mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach starten. Bei den „Fohlen“ wurden zwei Spieler positiv auf Corona getestet, wie die „Rheinische Post" aus Vereinskreisen wissen will. Der gesamte Spielplan könnte von der DFL nochmal durcheinandergewirbelt werden. Derbys sollen auf das Ende der Saison verschoben werden.

Offen sind außerdem noch die ausstehenden Partien im DFB-Pokal. Im Halbfinale trifft Eintracht Frankfurt auswärts auf den FC Bayern München. Möglich, dass die DFL auch dafür am Donnerstag einen Termin präsentiert. 

Von Sascha Mehr

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Peter Knwffel

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