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Eintracht Frankfurt wartet ab: Die Gründe für den aktuell ruhigen Transfermarkt

Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt.
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Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt.
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Der Transfermarkt ist offen, die Vereine wie Eintracht Frankfurt halten sich aber bislang auffällig zurück. Wir nennen die Gründe für die ruhige Transferphase.

  • Eintracht Frankfurt ist auf der Suche nach Neuzugängen.
  • Der Transfermarkt ist aktuell noch sehr ruhig.
  • Aus mehreren Gründen werden die Klubs noch nicht aktiv.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hält auf dem Transfermarkt die Augen nach Verstärkungen offen. Bislang hat die SGE mit Ragnar Ache, der von Sparta Rotterdam aus den Niederlanden kam, erst einen Neuzugang verpflichtet. Um wieder eine Rolle im Kampf um die internationalen Plätze spielen zu können, benötigt der Kader aber weitere Verstärkungen. Der Transfermarkt ist bislang auffallend ruhig – das war in den vergangenen Sommerpausen anders. Schuld daran ist sicherlich die Corona-Krise, die die Vereine zum Sparen zwingt. Das Geld sitzt nicht mehr so locker wie noch vor einem Jahr und jede Zahlung einer Ablöse muss gut überlegt sein. Für den momentan bewegungslosen Transfermarkt gibt es mehrere Gründe:

Eintracht Frankfurt: Transfermarkt auffällig ruhig

1. Vereine wollen keine zusätzlichen Gehälter zahlen im Juli
Die klammen Klubs sparen an jedem Ende und konnten ihre Spieler in der Corona-Pause von einem Gehaltsverzicht überzeugen. Ende Juli beginnen die meisten Vereine zwar wieder mit der Vorbereitung, so richtig Fahrt nimmt der Trainingsbetrieb aber erst wieder im August auf, wenn sich die Teams auf den Saisonstart Mitte September vorbereiten. Die Klubs sparen sich deshalb die Gehälter der möglichen Neuzugänge für den Monat Juli und verpflichten Spieler erst im August. Profis, die die Vereine gerne von der Gehaltsliste bekommen wollen, werden aus dem genannten Grund vor dem 1. August keinen neuen Klub finden und müssen daher noch bezahlt werden. Erst wenn diese Spieler verkauft sind, ist finanzieller Spielraum für Neuzugänge vorhanden.

2. Einige europäische Ligen haben die Saison noch nicht beendet
Die Bundesliga ist bereits vorbei, aber viele andere Ligen in ganz Europa haben ihre Saison noch nicht beendet. Die englische Premier League und die spanische La Liga haben den Spielbetrieb erst kürzlich abgeschlossen, die italienische Serie A läuft noch. Zahlreiche Vereine wissen erst seit einigen Tagen oder unter Umständen noch überhaupt nicht, in welcher Liga sie sich in der kommenden Spielzeit befinden werden. Das macht die Kaderplanung schwierig. Erst wenn die Teams wissen, wohin es geht in der Saison 2020/21, wird der Transfermarkt ins Rollen kommen und Profis die Klubs wechseln.

Eintracht Frankfurt: Europa League gegen den FC Basel im August

3. Internationale Wettbewerbe stehen im August noch an
Der Transfermarkt kommt meistens dann in Fahrt, wenn die Top-Vereine Europas ihre Transfers tätigen. Viele dieser Klubs sind aber noch in der Champions League oder Europa League vertreten, die erst im August zu Ende gespielt wird. Aus diesem Grund werden diese Teams keinen Spieler ziehen lassen, sondern warten, bis die internationalen Wettbewerbe zu Ende sind, bzw. man aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist. Neuzugänge, die jetzt verpflichtet werden, sind nicht spielberechtigt für die Partien im August. Spieler anzugeben heißt also, die eigene Mannschaft zu schwächen, ohne eine Alternative verpflichten zu können. Die Fans müssen sich darauf einstellen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Kader der einzelnen Vereine für die kommende Spielzeit feststehen werden. (smr)

Unterdessen gibt es einige Gerüchte um Eintracht Frankfurt. Wir geben einen Überblick darüber. Der Kader der SGE ist vor dem Trainingsauftakt durchtrainiert und aufgebläht.

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