FC Augsburg - Eintracht Frankfurt

Hütter ärgert sich über „verschlafene Halbzeit“ - Schmidt freut sich auf Donnerstag

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Schweizer Trainerduell in der Bundesliga: Eintrachts Adi Hütter (l.) muss sich Augsburgs Martin Schmidt geschlagen geben.

Augsburg ist für die Eintracht kein gutes Pflaster: Wieder kommen die Hessen mit leeren Händen von einem Auswärtsspiel zurück.

Update, 15. September, 9:10 Uhr: Nach der ärgerlichen Niederlage der Eintracht in Augsburg ließen sich die Frankfurter Profis minutenlang von den eigenen Fans aufbauen. 

Das 1:2 (0:2) beim FC Augsburg und damit die vergeigte Generalprobe für den Europa-League-Höhepunkt gegen den FC Arsenal aber nervte die Hessen deutlich. „Die haben wir verschlafen“, sagte Trainer Adi Hütter am Samstag zur ersten Halbzeit gegen konterstarke Augsburger. Ein Aufbäumen nach der Pause und Gonçalo Paciencias Tor (73. Minute) reichten nicht zum doch noch versöhnlichen Remis. „Es ist ärgerlich, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren“, sagte Hütter.

Eintracht in Europa: FCA-Trainer Martin Schmidt freut sich schon auf Donnerstag

Augsburg-Trainer Martin Schmidt freute sich dagegen über den ersten Sieg des FCA in der laufenden Saison. „Vier Punkte in vier Spielen, das ist ein passabler Start“, sagte Schmidt. Er freue sich daneben auch schon über den Fernsehabend am Donnerstag, wenn die Eintracht wieder international spielt.

Erstmeldung

Augsburg - Mit konsequentem Konterfußball und viel Kampf hat der FC Augsburg seinen ersten Saisonsieg gefeiert und Eintracht Frankfurt die Generalprobe für den Europa-League-Höhepunkt gegen den FC Arsenal vermasselt. Gegen einfallslose Hessen setzte sich der FCA am Samstag mit 2:1 (2:0) durch und kletterte damit aus der Abstiegszone der Bundesliga. Marco Richter (35. Minute) und Florian Niederlechner (43.) erzielten die Tore für die Hausherren.

Die Frankfurter enttäuschten bei der Rückkehr des in Augsburg in Ungnade gefallenen Martin Hinteregger und müssen sich am Donnerstag klar steigern, um keinen Fehlstart in die Europacup-Vorrunde hinzulegen. Gonçalo Paciencias Tor zum 1:2 (73.) war zu wenig.

Eintracht mit Spielkontrolle - aber anfällig für Konter

Die Rollenverteilungen waren schnell klar: Die Eintracht versuchte das Spiel zu kontrollieren und Unsicherheiten in der dezimierten Augsburger Abwehr auszunutzen. Die Gastgeber wiederum verschrieben sich voll den Tempogegenstößen und schalteten dabei vor allem über die beiden Außenspieler Richter und Ruben Vargas den Turbo.

Sein Treffer kam zu spät: Goncalo Paciencia.

Erfolgreicher waren vor der Pause die Augsburger - auch wenn sie vor dem Führungstreffer gleich zwei riesengroße Chancen ausließen. Schon nach einer halben Minute scheiterte Niederlechner allein im Strafraum an Torhüter Kevin Trapp. In der 33. Minute hatte Alfred Finnbogason den Keeper überwunden, ehe sein Versuch auf der Linie von Hinteregger - der bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde - geklärt wurde.

Niederlechner lässt Trapp keine Chance

Die Stürmer Finnbogason und Niederlechner aber machten ihre Fehler vor dem gegnerischen Tor wett. Zunächst legte der Isländer, der sein Startelf-Debüt gab und zudem den angeschlagenen Daniel Baier als Kapitän vertrat, per Kopf auf Richter ab und der U21-Nationalspieler ließ sich die Chance im Strafraum nicht entgehen. Wenig später verzückte dann Niederlechner den Großteil der 28513 Fans, als er einen famosen Weitschuss an Trapp vorbei genau in den Winkel setzte.

Eintracht Frankfurt mit viel Ballbesitz 

Eintracht Frankfurt konnte fast zwei Drittel Ballbesitz vor der Pause nicht in ein Tor ummünzen. Trainer Adi Hütter hatte den im Tausch für Ante Rebic vom AC Mailand geholten André Silva erstmals im Angriff neben Paciencia aufgeboten; der Portugiese tat sich aber schwer. Die Hessen schafften es zwar, die Abwehrkette des FCA mit Steilpässen oft zu hintergehen, der Abschluss aber ging stets schief. Die größten Chancen vergaben Paciencia mit einem Pfostenschuss (14.) und Daichi Kamada, dessen Versuch Keeper Tomas Koubek zur Ecke lenkte (27.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Drehbuch auf dem Platz nicht: Die Frankfurter machten gegen den Angstgegner - in 14 Liga-Duellen sprangen nur drei Siege heraus - das Spiel, blieben im Strafraum aber weiter harmlos. Hütter brachte nach gut einer Stunde Bas Dost als dritten Stürmer. Mehr als der Anschlusstreffer durch Paciencia sprang aber auch in einer druckvollen Schlussphase nicht heraus. (red/dpa)

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