„Fantastisches“ Jahr für Eintracht Frankfurt

Kein normaler Aufsteiger

+
Adler Atilla stärkt Meier (links) und Butscher den Rücken.

Frankfurt - Von der 2. Liga direkt auf einen Qualifikationsplatz für die Champions League. Dazu die beste Hinrundenbilanz seit 19 Jahren - und das als Aufsteiger.

Das Jahr 2012 verläuft für die Frankfurter Eintracht wie ein Märchen, das mit dem 2:0-Sieg in Wolfsburg sein vorläufiges Happy End findet. „Fantastisch, unglaublich, einfach Wahnsinn“, so beschreiben Spieler und Verantwortliche die zurückliegenden zwölf Monate.

Mit einem ziemlichen Kraftakt haben die Adlerträger den Betriebsunfall Abstieg korrigiert, mit einer Mannschaft, die mit der aktuellen wenig gemein hat. Spieler wie Mo Idrissou, Oka Nikolov, Benjamin Köhler, Constant Djakpa, Gordon Schildenfeld oder auch Erwin Hoffer und Heiko Butscher wurden weggeschickt oder spielen kaum noch eine Rolle. Sie passen nicht in das Offensiv-konzept von Armin Veh. Der Trainer setzt auf junge, hungrige Spieler , die sich im Oberhaus beweisen wollen. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Mit 30 Punkten legten die Frankfurter eine furiose Hinrunde hin und überwintern auf dem vierten Tabellenplatz. Mit ihrer unbekümmerten Spielweise erobern die Aufsteiger die Liga buchstäblich im Sturm, holten 16 Punkte aus den ersten sechs Spielen. Bemerkenswert: Mit Ausnahme der Pleite in München verlor die Veh-Elf kein Spiel gegen einen Hochkaräter. Vor allem zu Hause war die Eintracht eine Macht und weist die drittbeste Bilanz aller Teams auf.

Für den Höhenflug verantwortlich ist vor allem die Achse von Torwart Kevin Trapp über Kapitän Pirmin Schwegler und Sebastian Rode zum torgefährlichen Alexander Meier (elf Treffer). Ohnehin ist das Mittelfeld, dazu gehören noch Stefan Aigner und Takashi Inui, das Prunkstück und für 26 von 33 Toren verantwortlich. Und es sind „ehrliche Tore“, wie Veh sagt. Will heißen: Bis auf zwei, drei Ausnahmen entspringen die Treffer sehenswerten Kombinationen und waren keine Zufallsprodukte.

Eintracht Frankfurt: Das Hinrunden-Zeugnis

Eintracht Frankfurt: Das Hinrunden-Zeugnis

Obwohl die Eintracht sich in den Kreis der Europapokal- Kandidaten gespielt hat, hält die sportliche Leitung zunächst am Saisonziel fest: Klassenerhalt. Erst wenn die Vorgabe von 40 Punkten erreicht ist, sollen neue Ziele formuliert werden. Bis zur Qualifikation für das internationale Geschäft ist es sicher noch ein weiter Weg. Die Eintracht hat in der Hinserie aber gezeigt, dass ihr auch im Jahr 2013 einiges zuzutrauen ist.

jp

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare