Teure Fehleinkäufe sollen endlich weg

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Wünscht sich noch neue Spieler: Armin Veh.

Frankfurt - Armin Veh wünscht sich noch einen Stürmer für seine Mannschaft, doch so leicht ist das nicht. Denn für neue Verpflichtungen brauchen die Frankfurter das notwendige Kleingeld - Geld, das der Verein zur Zeit nicht hat.

Eintracht Frankfurt möchte sich gerne verstärken, doch das Geld ist knapp. Deshalb sollen bis zum Ende der Transferperiode am kommenden Mittwoch teure Profis abgegeben werden, die sportlich keine Rolle mehr spielen. Armin Veh und Bruno Hübner reden viel miteinander, in diesen Tagen stehen der Trainer und der Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten Eintracht Frankfurt jedoch in besonders engem Kontakt. Das liegt nicht so sehr an dem bevorstehenden Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SC Paderborn, sondern viel mehr am nahenden Ende der sommerlichen Transferperiode am kommenden Mittwoch.

Für die von Veh vehement geforderte Verpflichtung neuer Spieler wird die Zeit langsam knapp, zumal das dafür benötigte Geld derzeit nicht vorhanden ist. „Der Etat ist erschöpft, deshalb muss in die andere Richtung etwas passieren“, sagte Hübner am Freitag. Soll heißen: Die Eintracht will weiter ausmisten. Hübner und Veh führen daher momentan viele Gespräche. Der Trainer mit den perspektivlosen Spielern, der Sportdirektor mit deren Beratern. „Ich sage den Spielern ganz klar: Es ist besser, wenn wir uns trennen. Das ist für den Moment zwar hart, aber für den Betroffenen ist es besser, wenn er Klarheit hat“, berichtete Veh.

Teure Fehleinkäufe oben auf der Liste

Wen er ausmustern will, verriet er nicht. Schwer zu erraten ist das jedoch nicht. Auf der Liste der potenziellen Abgänge ganz oben stehen die teuren Fehleinkäufe Martin Fenin und Caio, die zusammen fast acht Millionen Euro gekostet hatten. Schlechte Karten beim Coach hat auch Georgios Tzavellas, den die Frankfurter nur allzu gerne loswürden. „Den Verkauf eines Stammspielers schließe ich aus“, betonte Hübner dagegen. Nur wenn die Hessen bis Mitte nächster Woche noch Spieler abgeben, können sie in Verstärkungen für den Kampf um die Bundesliga-Rückkehr investieren. „Auf dem Transfermarkt ist derzeit nichts los. Ich hoffe, dass am Montag und Dienstag noch einmal Dynamik reinkommt - auch bei uns“, erklärte Hübner.

Zuvor steht jedoch die Heimaufgabe gegen Paderborn an, die Veh nicht als Selbstläufer ansieht. „Paderborn hat eine neue Mannschaft, die auswärts schon sechs Punkte geholt hat. Das wird ein schweres Spiel für uns. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen“, sagte der Eintracht-Trainer. Von seinem Team, mit elf Punkten derzeit Tabellenvierter, wünscht er sich, „dass wir mal über 90 Minuten dominant auftreten. Bisher war es so, dass wir in einem Spiel ordentliche Phasen hatten, aber dann auch wieder Aussetzer.“

Alexander Meier gegen Paderborn wieder dabei

Nach seiner Gelb-Rot-Sperre kehrt Alexander Meier in die Startformation zurück. Für den bisher besten Zweitligaschützen (5 Tore) muss Ümit Korkmaz weichen. „Ansonsten bleibt alles wie gehabt“, kündigte Veh an. Nach dem klaren 4:0 im „Auswärtsspiel“ gegen den FSV Frankfurt hofft er nun auch auf den ersten echten Heimerfolg seit dem 19. März, als gegen den FC St. Pauli ein 2:1 gelang. „Ich habe diese Negativerlebnisse, anders als vielleicht die Spieler, nicht im Kopf“, meinte der erst im Sommer geholte Veh. „Aber ich hoffe, der Derbysieg hilft, denn eigentlich war es ja ein Heimspiel für uns.“

dpa

Quelle: op-online.de

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