U23 in der Regionalliga Letzter

Sorgen um Schurs Team

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Armin Vehs Team ist in der Bundesliga Vierter, das Regionalliga-Team von Alexander Schur (rechts) Letzter.

Frankfurt - Die wirtschaftliche Entwicklung bei der Frankfurter Eintracht hat im Jahr 2012 mit der sportlichen Entwicklung nicht mithalten können. Es hat viel Geld gekostet, um den Abstieg 2011 sofort wieder zu reparieren.

Der Klub ist also mit einigem Risiko finanziell in Vorlage getreten, um die sportlichen Voraussetzungen für bessere Zeiten zu schaffen. Und so hat der neue Finanzvorstand Axel Hellmann für die vergangene Saison bei einem Umsatz von 46 Millionen Euro ein Minus von etwas mehr als elf Millionen Euro bekanntgeben müssen. Kredite hat die Eintracht dennoch nicht aufnehmen müssen, bezahlt wurde vom sogenannten Festgeldkonto. Die Ressourcen seien nun freilich „samt und sonders aufgebraucht“ sagt Hellmann, „doch es war genau richtig, so zu investieren.“ Der aktuelle sportliche Erfolg in der Bundesliga kommt gerade recht, um die finanzielle Situation wieder zu verbessern. In der sogenannten „Fernseh-Tabelle“ könnte die Eintracht bei anhaltendem Erfolg einen Sprung nach vorne machen.

Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, die Erträge zu erhöhen. So laufen seit Monaten Gespräche mit der Stadt Frankfurt und dem Stadionbetreiber, um die Mietzahlungen für die WM-Arena zu senken. Diese betragen in der Bundesliga rund neun Millionen Euro pro Saison und sind bundesweit ein Spitzenwert. Am Ende des Jahres zeigt sich der Klub in Person des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Wilhelm Bender freilich „enttäuscht“ und „wenig ermutigt“ von den Ergebnissen der Gespräche. Die in Aussicht gestellten Reduzierungen fallen aus Eintracht-Sicht zu gering aus.

Durchaus Geld einsparen könnte die Eintracht auch, müsste sie nicht so häufig Strafen wegen Verfehlungen der eigenen Fans bezahlen. Zu Saisonbeginn war die Eintracht zu einem Teilausschluss von Zuschauern verurteilt worden. Gegen Bayer Leverkusen waren nur 28 000 anstelle von möglichen 51 500 Zuschauern zugelassen. Alleine bei dieser Begegnung hat der Klub eine halbe Million Euro eingebüßt.

Auch sportlich gibt es einen Bereich, in dem es noch nicht optimal läuft. Das Nachwuchsleistungszentrum hat zwar in Marc-Oliver Kempf und Marc Stendera die nächsten beiden großen Talente bis zu einem Profivertrag gefördert. Doch es gibt auch Sorgenkinder. Das größte ist die U23 in der Regionalliga. Vieles deutet auf den Abstieg in die Hessenliga hin, aktuell belegt die Eintracht unter Trainer Alexander Schur den 19. und letzten Platz bei fünf Punkten Rückstand aufs rettende Ufer.

sp

Quelle: op-online.de

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