Verpflichtung des Angreifers im Gespräch

Kommt nach Russ auch Lakic?

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Wechselt auch er zu Eintracht Frankfurt? Srdjan Lakic.

Frankfurt - Die Rückkehr von Marco Russ zur Frankfurter Eintracht ist so gut wie perfekt. Ob ihm Stürmer Srdjan Lakic von Wolfsburg an den Main folgt, ist derweil unklar. Bruno Hübner sagte, dass dies kein Thema sei. Der Sportdirektor bestätigte derweil, dass es eine Anfrage für Vadim Demidov gibt.

Vor einem Jahr hat das Transfertheater um Patrick Helmes Verantwortliche und die Fans der Frankfurter Eintracht in Atem gehalten. Die damals noch zweitklassigen Frankfurter wollten den Nationalspieler vom VfL Wolfsburg. Der Spieler selbst, bei den „Wölfen“ zwischenzeitlich ins Abseits geraten, wollte nach Frankfurt. Doch der damalige Trainer und Manager des VfL, Felix Magath, hat den Wechsel verhindert. Mit Magath wollten die Frankfurter danach nichts mehr zu tun haben, zu unberechenbar sei der als Verhandlungspartner geworden. Mit dem neuen VfL-Manager Klaus Allofs dagegen gibt es wieder intensive Gespräche.

„Als Felix Magath in der Verantwortung war, war das schwierig“, sagt Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner. „mit Klaus Allofs ist das schon was anderes, mit ihm kann man vernünftig verhandeln.“ Seit einigen Wochen ist man in Kontakt. Natürlich geht es um Verteidiger Marco Russ. Aber womöglich geht es auch um Stürmer Srdjan Lakic. Hübner sagt dazu: „Momentan ist das kein Thema.“

Dass der Russ-Transfer Anfang des neuen Jahres vollzogen wird, ist klar – obwohl Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen die von Hübner verkündete „weitgehende Einigung“ nicht bestätigen wollte. Für Bruchhagen ist der Transfer erst perfekt, wenn tatsächlich die Tinte unter den Verträgen trocken ist. So wird es noch bis Mitte der Woche dauern, bis der 27 Jahre alte Russ wieder ein Frankfurter ist. Und das ganz unabhängig davon, ob Vadim Demidov ein Frankfurter bleibt. Den vor der Saison verpflichteten Norweger will die Eintracht gerne wieder abgeben. Inzwischen hat ein spanischer Erstligist die Fühler nach Demidov ausgestreckt. „Es gibt die Anfrage nach einer Ausleihe“, sagt Hübner.

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Den Anfang Dezember an der Hüfte operierten Bamba Anderson erwartet die Eintracht zum Trainingsstart am Donnerstag zurück. „Wir haben ihm im Urlaub in Brasilien einen persönlichen Rehatrainer zur Seite gestellt“, sagt Hübner. Mit Anderson, Carlos Zambrano, Marco Russ und Heiko Butscher glaubt sich die Eintracht in der Abwehrzentrale gut gerüstet.

Aber was ist im Angriff? Trainer Armin Veh hätte gerne noch einen Stürmer. „Aber ich verlange keinen“, sagt Veh. Letztlich hängt es von vielen Faktoren ab, ob Lakic ein Thema wird. Grundvoraussetzung: Mindestens ein Stürmer müsste gehen. Bei Rob Friend deutet einiges darauf hin, dass dessen noch bis 2014 laufender Vertrag aufgelöst wird. Das würde jedoch kaum finanziellen Spielraum verschaffen, denn der Kanadier wird nur gehen, wenn der Verein mit einer Abfindungszahlung „nachhilft“.

An Erwin Hoffer soll der 1.FC Kaiserslautern interessiert sein, an Dorge Kouemaha 1860 München. Schnelle Lösungen sind da nicht zu erwarten, denn in der 2. Liga beginnt das neue Fußballjahr zwei Wochen nach der Bundesliga, also erst Anfang Februar, und die Transferperiode dauert bis Ende Januar. Lauterer und Münchner haben also viel länger Zeit als die Frankfurter. „Das ist unser Problem“, so Hübner.

sp

Quelle: op-online.de

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