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Eintracht Frankfurt Einzelkritik: Nichts zu holen in Augsburg

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Adi Hütter war nicht zufrieden.

Eintracht Frankfurt verliert auch das zweite Auswärtsspiel der laufenden Bundesligasaison. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik. 

Wieder nichts zu holen für die Eintracht in Augsburg. Die Bewertung der Eintracht-Profis in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Makoto Hasebe: Rannte in seiner Abwehr von links nach rechts und wieder zurück, um die Fehler der Kollegen wettzumachen – das klappte nicht immer, aber häufig. Dazu im Aufbauspiel stark gefordert, hatte die meisten aller Spieler auf dem Feld (112). Das spricht nicht für den Auftritt der Eintracht, wenn der defensivste Mann das Offensivspiel ankurbeln muss.

Goncalo Paciencia: Gelungener Auftritt, auch schon in der insgesamt enttäuschenden ersten Hälfte der Eintracht. Da knallte sein Schuss noch gegen den Pfosten. Belohnte sich nach dem Seitentausch für seine ansprechende Leistung mit seinem dritten Saisontreffer im vierten Spiel. Ein Aktivposten.

Der Spielbericht zur Partie der  Eintracht beim FC Augsburg

Dominik Kohr: Kam zur zweiten Hälfte für den schwachen Sow und machte seine Sache gut. Bereitete den Treffer von Paciencia mit feinem Solo vor, war auch ansonsten häufig am Ball, ein Antreiber. Fünf Torschussvorlagen. Ein, zwei zu leichte Ballverluste waren auch dabei.

Kevin Trapp: Er probierte alles, sogar im Sturm. Der Torhüter eilte bei der letzten Ecke in der Nachspielzeit mit nach vorne, auch das half aber nichts mehr. Bereits nach 39 Sekunden richtig stark, als er gegen den völlig freien Augsburger Stürmer Niederlechner rettet, später bei den Gegentreffern ohne Abwehrchance.

So lala

Danny da Costa: Der rechte Oberschenkel dürfte an Muskelkraft dazugewonnen haben, so viele Flanken drosch er in die Mitte. Ganze zwölf waren es, die meisten aller Profis. Zum Vergleich: Augsburgs bester Mann in dieser Kategorie war Philipp Max – mit einer Hereingabe. Allerdings: Zu einem wirklich guten Spiel fehlte da Costa die letzte Präzession bei den Aktionen. In Hälfte zwei deutlich auffälliger als vorher.

André Silva: Der Einstand hätte schlechter sein können, aber halt auch besser. Der Portugiese schoss oft aufs Tor (7), nur einmal wurde es wirklich gefährlich, als der Ball ans Außennetz ging (48.). Ansonsten mit guten Ansätzen, aber wenig darüber hinaus.

Der Liveticker zum Spiel FC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt

Daichi Kamada: Der Spielmacher versuchte, Struktur in die Angriffe zu bringen. Das gelang ihm zu selten. Hatte gute Momente, das schon, ihm fehlte aber der letzte Punch, sein fußballerisches Potenzial in entscheidende Aktionen umzumünzen. Schlechte Ecken.

Sebastian Rode: Im ersten Abschnitt der Einzige, der sich in den Zweikämpfen richtig wehrte. Haute sich rein und rieb sich dadurch auf. Die spielerischen Akzente blieben auf der Strecke.

Bas Dost: Der Stürmerlulatsch kam nach 65 Minuten, krachte anschließend einmal mit dem Augsburger Torhüter Koubek zusammen, ging aus diesem Duell der Schränke als Sieger hervor, hatte ansonsten aber keine auffällige Aktion mehr.

Schwächelnd

David Abraham: Hatte gerade in den ersten Minuten mit dem schnellen Vargas mächtig Probleme, rannte dem Augsburger Außen fast nur hinterher. Als der verteidigende Kapitän sich gerade gefangen zu haben schien, leistete er Niederlechner bei dessen 2:0 nur Geleitschutz. In der zweiten Hälfte steigerte sich Abraham, er hatte dann aber auch lange nicht mehr so viel zu tun.

Martin Hinteregger: Verlor vor dem 0:1 das Kopfballduell gegen Finnbogason, wirkte auch ansonsten seltsam träge. Hatte er den Ball am Fuß, bolzte er ihn quasi nur nach vorne. Bemerkenswert: Die Frankfurter Fans feierten ihn dennoch mit Sprechchören. Stand einmal goldrichtig.

Timothy Chandler: Der Kostic-Ersatz auf links, der bei Vergleichen zwischen ihm und dem ansonsten herausragenden, diesmal erkrankten Serben nur verlieren kann. Chandler ist kein offensiver Linksaußen, sondern eher ein rechter Verteidiger. Probierte dennoch sein Bestes, das war aber nicht genug. Kam nicht am Gegner vorbei, wirkte zudem nach einer Stunde müde. Verwunderlich, dass Trainer Hütter ihn durchspielen ließ und Durm auf der Bank verharren musste.

Djibril Sow: Stand in der ersten Hälfte völlig neben sich und durfte deshalb nach der Pause nicht mehr weitermachen. Trainer Hütter nahm ihn nach dem Spiel dennoch in Schutz. Zu Recht. Der Mittelfeldspieler ist noch jung, 22, hat Potenzial und weiß wohl selbst am besten, dass er künftig besser spielen sollte.

(dani/dur)

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